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Freitag, 11. Juli 2014

Psychologische Effekte von Östrogenen


Hallo Leute :)

Heute mal ein Thema, dass ohnehin kontrovers diskutiert wird. Viele werden sagen, dass ich Schwachsinn schreibe, Andere, dass sie ähnliches beobachtet haben und wieder Andere, dass bei Ihnen was Anderes passiert ist.

Tatsachen sind nunmal, dass die Psyche nicht alleine von Sexualhormonen beeinflusst wird, zwei Leute sogut wie niemals das gleiche Hormonprofil im Bezug auf die verschiedenen Sexualhormone
(Testosteron, Progesteron, Östrogen sowie die weniger aktiven Metaboliten die dennoch die Rezeptoren besetzen)  haben und sowieso jeder Mensch aufgrund seiner Genetik anders auf Botenstoffe reagiert. Die hier dargestellten psychologischen Effekte von Östrogenen sind also subjektiv und es wird sehr viele Menschen geben, die Anderes erleben.

Dennoch ist es angesichts meines Termines bei der amtsärztlichen Psychologin/Psychiaterin ein Thema über das ich momentan wieder einmal nachdenke und das Fazit möchte ich gerne mit Euch teilen.


Donnerstag, 8. Mai 2014

Was sich verändert hat (8 Tage nach Brust-OP)


Acht Tage nach meiner Brust-OP ist es nun Zeit für ein erstes Fazit. Nach doch relativ starken Schmerzen in den ersten Tagen nach der Operation, insbesondere war es morgens früh sehr schmerzhaft und fast unmöglich von der Rückenlage in die Aufrechte zu kommen, sind die Schmerzen nun schon so gut wie weg. Schmerzmittel konnte ich also auch schon absetzen.

Ich persönlich finde, dass ich jetzt sehr viel stimmiger aussehe. Ich fühle mich bedeutend wohler als vorher. Und bin auch selbstbewusster.

Nina Radtke nach Brustvergrößerung  08.05.2014 OP

Auch bin ich jetzt in der Wahl meiner Kleidung natürlich weniger beschränkt und habe mir daher auch jetzt ein paar neue Kleidungsstücke geordert und demnächst gehts noch Shoppen :P

Ich muss schon sagen, diese OP war die von den Fünfen die ich bislang hatte, die mir am Meisten gegeben hat. Über andere Makel kann ich jetzt schon besser hinweg sehen und ich bin endlich zuversichtlich, dass ich wenn ich mit meinen OPs fertig bin, auch zufrieden sein werde mit mir und meinem Körper.

So, das wars :P

Bis bald :)
Eure Nina <3

Dienstag, 19. November 2013

Christen und Transsexualität


Hallo Leute :)

Gestern musste ich etwas lesen, was mir sehr auf den Magen geschlagen ist. Unter dem Decknamen Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) verbreitet die Kirche mit pseudowissenschaftlichem Hintergrund ihre Ansichten über alle Arten von 'anderen' Menschen. Dies umfasst Homosexuelle wie Transsexuelle sowie jede Lebensform außerhalb der genormten Mann-und-Frau-Ehe.

Zum Ersten wird Transsexualität hier quasi als eine entartete Form von Homosexualität dargestellt und damit vor Allem auf Sex reduziert. Insbesondere wird hierbei davon ausgegangen, dass Transsexualität zum Späteren eingehen einer heterosexuellen Beziehung, beziehungsweise sehr oft auch zu promiskuitivem Verhalten führt, dabei wäre Prostitution häufig zu beobachten.

Als zweite Grundform bei Transsexualität wird Autogynophilie propagiert. Hierbei würde die körperliche Angleichung zur sexuellen Eigenstimulation dienen.

Andere Formen werden bei Mann-zu-Frau-Transsexualität nicht genannt.

Diese Thesen sind sehr auf Sexualität an sich gerichtet und ignorieren dabei, dass Gender nur wenig mit Sexualität zu tun hat. So werden wohl nur wenige TS von ihrem feminisiertem Körper erregt werden. Hingegen leide ich sehr unter den leider deutlich sichtbaren Spuren, die männliche Steroidhormone an meinem Körper hinterlassen haben. Das grade durch die Hormontherapie (insbesondere Androgenblocker wie Cyproteron und Spironolacton) der Sexualtrieb stark nachlässt, müsste bei sexuell motiviertem Wunsch nach einer Geschlechtsangleichung dazu führen, dass der Wunsch stark in Frage gestellt wird. Tatsächlich aber bin ich mir meiner Weiblichkeit bewusster denn je geworden.

Worunter ich leide ist auch nicht, Sexualität nicht so erleben zu können, wie ich es mir wünsche. Natürlich ist es belastend zu sehen, wie andere Menschen mit ihrer Sexualität glücklich sind, während ich mich dabei nie wohlfühlen konnte. Aber im Endeffekt ist Sexualität nichts, was für mich eine besondere Priorität hätte. Wenn ich vor die Wahl gestellt wäre, ob ich niemals Spaß beim Sex haben zu können, aber dafür den Körper zu haben den ich mir wünschen würde - die Entscheidung wäre klar. Mein primäres Leiden liegt nicht in Sexualität begründet, vielmehr ist es mein Körper und der Hass auf das furchtbar Männliche an ihm, sowie der Wunsch nach Feminität, der mich motiviert diesen Weg zu gehen.


Um weiter auf die Thesen des DIJG einzugehen...  tatsächlich sind sehr viele TS gleichgeschlechtlich (dass heißt Mann zu Mann, beziehungsweise Frau zu Frau) orientiert. Ich selbst betrachte mich inzwischen als bisexuell, früher als lesbisch und ehrlich gesagt ist es mir auch völlig egal welche sexuelle Orientierung ich habe, ich kann damit leben, es ist schließlich so, wie es ist. Transsexualität monokausal mit Homosexualität in Verbindung zu bringen ist meiner Meinung nach haltlos.

Vor Allem finde ich es schwachsinnig, eine Geschlechtsangleichung zu betreiben, die viel mehr gesellschaftlicher Ächtung unterliegt, um damit dann seine Homosexualität auszuleben. Dies mag vielleicht in Saudi-Arabien der Fall sein, wo Homosexualität illegal, Transsexualität aber legal ist, hierzulande ist es aber schlicht dumm. Es gibt eine große homosexuelle Szene, Schwul-, oder Lesbischsein ist relativ akzeptiert. Jedenfalls deutlich akzeptierter als Transsexualität. Mir fehlt irgendwie der Sinn in dieser Ausführung.

Es mag sicher Beides geben, Menschen, denen von ihrem starrköpfigem Umfeld beigebracht wurde, dass Homosexualität grundfalsch ist und sich deswegen in die Angleichung fliehen - und Menschen, die sich von ihrer körperlichen Wandlung sexuell erregt fühlen. Zumindest letztere differenzieren sich aber ganz klar selbst von TS und bezeichnen sich zumeist als Shemales. Zudem dürften diese Fälle wohl vergleichsweise relativ selten sein.

Ignoriert werden auch biologische Ursachen von Transsexualität. Am eindeutigsten sind diese Ursachen bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen zu finden. 50 % der Transmänner leiden vor Ihrer Geschlechtsangleichung am sogenanntem Polyzystischem Ovarialsyndrom, was dazu führt, dass der Hormonhaushalt deutlich zum männlichem hin verschoben wird. Gehirnscans zeigen bei Transfrauen strukturelle Ähnlichkeiten zu denen von Biofrauen. Usw.

Transsexualität ist eine Krankheit, aber nicht die Psyche ist das Problem. Das Problem körperlicher, nicht psychischer Natur. Wer das verstehen will oder nicht, es ist nun einmal so. Und da können mir Menschen, die sich nicht so fühlen wie ich und nicht so denken wie ich, mir nichts Anderes erzählen.

Sooo genug geraged, mir gehts heute nicht so besonders gut, jetzt wird entspannt.

Bis bald :)
Eure Nina <3

Donnerstag, 8. August 2013

Meine seelische Verfassung


Hallo Leute :)

In einem meiner letzten Beiträge wurde Interesse an meiner seelischen Verfassung geäußert. Aus diesem Grund werde ich das heute behandeln.

Vorher allerdings möchte ich nicht verheimlichen, dass ich den Arbeitsbeginn verschieben musste. Meine finanzielle Situation ist momentan sehr schlecht, weil ich bislang noch immer keine Leistung durch die Agentur für Arbeit erhalten habe. Auch den Mobilpass habe ich noch nicht erhalten. Aus diesem Grund konnte ich die Kosten für ein Monatsticket bis zu meiner Arbeitsstelle nicht aufbringen. Ich denke allerdings nicht, dass die Arbeitsaufnahme mein größtes Problem darstellt, ich war noch nie lange arbeitslos und hatte schon viele verschiedene Jobs in meinem noch relativ jungem Leben.

So und nun zum Kernthema des heutigen Beitrags:

Meine Verfassung schwankt ziemlich stark zwischen kopflos glücklich und suizidal. Manchmal ist es mir möglich, mich gut zu finden, manchmal kann ich es mit einem Grinsen ab tun, wenn ich merke, dass ich doch mal Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Manchmal freue ich mich über den Blick in den Spiegel. Doch oft ist es noch immer so, dass ich mich anschaue und einfach nur den Wunsch habe, das Alles zu beenden. Meine Schultern sind dabei wohl mein größtes Problem, da man sie leider sehr dominant sind und ich nicht weiß, ob sich hier eine Veränderung einstellen wird, die es mir möglich machen wird, damit einigermaßen zufrieden zu sein.

Natürlich bin ich nicht so blöd zu glauben, nach 9 1/2 Monaten müsste ich schon perfekt sein. Mein Problem ist auch weniger der Jetzt-Zustand als der befürchtete Wie-könnte-es-sein-Zustand. Mein Wunsch war nie, etwas Besonderes zu sein. Meine Angst vor dem Outing war es, immer ein Freak zu sein. Und ich werde meine Einstellung auch kaum ändern und mich darüber freuen, (körperlich) anders zu sein als andere Menschen. Und diese Ängste sind es, die mich noch immer schwer belasten und mich zuweilen in Antriebslosigkeit und Depressionen versinken lassen. Dazu kommt natürlich die Belastung dadurch, mich mangels Partnerschaft alleine zu fühlen.Gleichzeitig kann ich mich mit meinem Körper aber auch nur schwer dazu durchringen, wirkliche Nähe zu einer anderen Person zuzulassen. Es ist nicht so, als wäre nicht hier oder da der ein oder andere Flirt gewesen - es ist aber trotz Allem extrem schwierig.

Ansonsten bin ich wirklich sehr froh, dass ich hier in Eitorf wieder einen soliden Freundeskreis habe, der mir einigermaßen Stabilität gibt und mich vor so ganz extremen Schwankungen wie noch in Münster bewahrt. Ich habe meine Freunde wirklich lieb und ich weiß, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht. Auch wenn ich manchmal sehr nervig sein kann :P

Okay, ich denke damit ist für den Moment Alles gesagt. Ich mache mich dann jetzt auf den Weg zur ARGE und hoffe, nun endlich eine Zusage für mein Arbeitslosengeld II zu bekommen. Vielen Dank fürs Lesen.

Liebe Grüße :)
Eure Nina <3