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Samstag, 15. April 2017

Fazit zu Transition bei Gender Dysphoria aus 4 1/2 Jahren

Transitionieren. Vor 5 Jahren erschien es mir der einzig gangbare Weg. Doch der Weg ist voller Steine. Wie ich dazu kam und was Alles ziemlich schief läuft in der somatischen Behandlung und mit Sicherheit für zahlreiche Selbstmorde verantwortlich ist in diesem Artikel.

Wenn ein Wunsch so machtvoll ist, das man ihm nachgeben muss obwohl man ihm nicht nachgeben will, dann ist die freie Entscheidung ausgehebelt. Gegen Ende starrte ich in die Leere. Reagierte oft nicht mehr auf direkte Ansprache. Ich habe es gehasst. Von den in mich gesetzten Erwartungen über die hässliche Virilisierung während meiner Entwicklung, von der fettigen Haut bis zu meinem steinharten Körper über die ständigen Erektionen und die Abneigung gegenüber meinen Genitalien. Vom Bartwuchs über die Akne und die hässliche Mature Haarlinie.


Und trotzdem hatte ich gelernt dieses dumme Alphamännchen-Spiel zu spielen. Und das war tatsächlich auch noch das Einzige was daran Spaß gemacht hat, weil ich darin echt gut war und es der beste Weg war Anerkennung zu bekommen. Wobei ich sagen muss, es war auch echt nicht mein Ding wenn ich damals angestarrt wurde wenn die Gruppe eine Entscheidung hätte treffen sollte oder solche Späße. Mein Wunsch muss nicht zur allgemeinen Handlungsmaxime werden, ich hasse Egoismus, aber Egoismus ist eine Charaktereigenschaft die bei Männern gut funktioniert. Weil Frauen das meistens mitmachen und Betamännchen Nichts zu sagen haben. Das Einzige was ein junger Mann braucht ist ein Willen und eine Tonne Narzissmus. Naja und Muskeln vielleicht. Denke schon das die den Alpha-Anspruch untermauern^^

5 Jahre später
Leider ist dieser Trans*-Kram auch ziemlich frustrierend. Die Steine die einem anfangs in den Weg gelegt werden sind ein Bisschen nervig aber kein Problem, problematisch ist, das der ganze Kram so  furchtbar teuer ist.



Wulstige Stirn, Mature Haarlinie, sehr breite Nase und ein ausgeprägter Kieferknochen sowie das Fehlen von Wangenknochen und gerade Augenbrauen wirken maskulin. Ein oder zwei dieser Merkmale findet man auch bei vielen Frauen wodurch die Gesamtharmonik aber bereits gestört ist. Meine Mutter würde es diffus als "Da stört mich etwas an der ihrem Gesicht" beschreiben, wenn beispielsweise das Kinn sehr breit und lang ist. Demgegenüber sind viele Männer mit eher femininen Gesichtszügen nicht per se unattraktiv, weswegen Transmänner oft auch sehr sehr hübsche Kerle abgeben. Hormontherapie bewirkt keine deutliche Veränderung der Gesichtsstruktur mehr. Zwar sind meine Wangenknochen ein wenig gewachsen, aber das macht eigentlich keinen Unterschied.

Ansonsten vesteht sich von selbst das die intrasexuellen Unterschiede in Bezug auf Körpergröße, Intelligenz usw. bei Männern stärker ausgeprägt sind weil das Y - Chromosom eigentlich nur für die männliche Fruchtbarkeit zuständig ist und das zweite X-Chromsom fehlt das eine ausgleichende Wirkung auf das Andere hat. Der Geschlechtsdimorphismus bedingt zusätzlich eine durchschnittliche Längendifferenz zwischen Männern und Frauen um soweit ich weiß duchschnittlich 10 Zentimeter. Ferner ist der Brustkorb bei gleicher Körpergröße im Schnitt etwas größer was wohl auch der größeren Lungenkapazität geschuldet ist.

Worauf ich hinaus will? Bei der Transition kommt selbst wenn wir die Stimme weg lassen selten eine feminin wirkende Frau heraus wenn die Pubertät einmal durchlaufen wurde, was bei cis-Frauen relativ selten ist, aber selbst wenn eine große Frau beispielsweise duch PCOS virilisiert hat sie meistens das Glück relativ klein zu sein und eher feminine Gesichtsknochen zu haben. Bei Transfrauen geht das Spiel auf die nächste Ebene. Man muss gut aussehen ansonsten wird man aufgrund der Vergangenheit stets ein rotes Tuch sein, denn selbst wenn eine Cisfrau genauso maskulin wirkt, wird ihre geschlechtliche Eindeutigkeit natürlich selten in Frage gestellt, während ein Verschweigen der transsexuellen Vergangenheit aber irgendwo zwischen schwer zu praktizieren bis emotionaler Betrug zu verorten ist und nach dem Bekanntwerden sofort nach Männlichkeit gesucht wird.

Beispiel: Meine Hände sind keine Pranken oder sowas, meine Mutter hat nur minimal kleinere Hände aber ist selbst 15cm kleiner. Trotzdem werden Leute immer dazu neigen meine Hände als besonders groß zu betrachten sobald sie von der Vergangenheit wissen.

Aus diesem Grund ist plastische Chirugie zumeist notwendig. Das viele Ärzte unsaubere Arbeit leisten ist eine Sache. Das allerdings keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich ist, it ein Desaster, denn alleine eine Forehead Reconstruction mit Hairline Lowering + Brow Lift ohne zusätzliche Haartransplantation schlägt sich mit ungefähr 10.000 Euro nieder. Gerade diese Operation eigentlich absolut notwendig wenn sich eine Augenbrauenwulst ("Neandertalerstirn") ausgeprägt hat, da eine Augenbrauenwulst auch in der Forensik so ziemlich das sicherste Indiz für einen XY-Chromosomensatz ist. Kosten von deutlich über 20.000 Euro alleine für das Gesicht sind keineswegs unrealistisch. Dazu kommen eventuelle Kosten für eine Brustvergrößerung (keine Kostenübernahme wenn natürlicherweie Cup A erreicht wurde).

Dann geht es um die geschlechtsangleichende Operation. Es handelt sich hierbei um einen Eingriff, bei dem aus den männlichen Genitalien weibliche Genitalien nachempfunden werden. Leider sind die meisten Ärzte wenig innovativ und nutzen eine Methode die bereits uralt ist und entwicklungsphysiologisch ein anatomisch suboptimales Resultat liefert das weder ausreichend Feuchtigkeit liefert noch richtig authentisch aussieht.

So ein Ergebnis bekommt man am Ehesten in Thailand. Die Gesetzeslage verbietet den gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme für Operationen im außereuropäischen Ausland obwohl die Kosten in Deutschland vermutlich nicht geringer sind.

Die geschlechtsangleichende Operation bei Dr Suporn schlägt momentan mit knappunter 16000 Euro zu Buche. Dazu kommen natürlich Reise-, und Hotelkosten etc.

Trotzdem ist es schwierig sich in Deutschland operieren u lassen wenn man genau weiß, das in Thailand ein besseres Ergebnis erzielt wird - und zwar optisch, funktional und im Bezug auf die Wartung.

Denn dank Chonburi Flap erhält die Vagina einen eigenen G-Punkt statt wie bei der penilen Inversion auf die Prostata zu setzen - diese wird im Laufe der Jahre immer mehr Schrumpfen. Ferner ist die Feuchtigkeit meistens sehr gut und damit besteht auch die Grundlage für eine gesunde Scheidenflora - und nach der längeren Heilungsphase bestehen keine Schrumpfungstendenzen (Vaginalaplasie) mehr wie nach der Penilen Inversion. Die Klitoris wird anatomisch richtiger gestaltet und insbesondere die Klitorisschenkel - also die großen Schwellkörper die in Deutschland im Müll landen - rekonstruiert. Wenn man die GaOP möchte führt meiner Einschätzung nach kein Weg an Chonburi vorbei wenn man daran interessiert ist nicht einfach ein drittes Loch sondern eine anatomisch möglichst korrekte Vagina zu bekommen. Die Krankenkassen müssten verpflichtet werden die Kosten für die Operation im Ausland zu übernehmen oder die Methode endlich auch in Europa angewandt werden.

Hinzu kommen weitere Kosten für Korrektureingriffe nach minderwertiger ärztlicher Leistung. Klar,man kann auch versuchen die Ärzte zu verklagen und blabla, aber ernsthaft?

Das Problem an der Sache ist Folgendes: Macht man die Transition nicht, ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt weil man die Körperlichkeit nicht mehr erträgt. Macht man die Transition aber wirkt noch relativ maskulin, ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt weil man gesellschaftlich nicht akzeptiert wird. Macht man die Transition und das Ergebnis der geschlechtsangleichenden Operation ist unbefriedigend ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt. Eigentlich müsste man in dem Fall auf eine"Rückumwandlung" bestehen weil die Kosten für einen Penoidaufbau ungefähr 50.000 betragen - einfach damit die Krankenkasse keinen Profit damit gemacht hat am Patientenwohl zu sparen.

Selbst zehn Jahre nach der genitalangleichenden Operation ist das Risiko eines (dann nicht mehr) transsexuellen Menschen durch Suizid zu sterben zwanzig Mal höher als in der Normalbevölkerung. Und ich bin mir sicher, das dutzende Leben nicht auf dem Bordsteinpflaster enden müssten, wenn man das (für Krankenkassenvverhältnisse, ein Bluter kostet zB ungefähr 100 Millionen während seines Lebens) wenige Geld ind ie Hand nehmen und in die Gesundheit der Patienten stecken würde statt auf irgendwelchen Richtlinien zu beharren.

Das würde auch volkswirtschaftlich Sinn machen, denn obwohl geoutete Transsexuelle laut Antidiskrimminierungsbericht des Landes NRW im Schnitt gebildeter sind als die Allgemeinbevölkerung, ist Arbeitslosigkeit ein verbreitetes Problem das 1. mit dem Mangel an gesellschaftlicher Akzeptanz nicht-binär wirkender Menschen gegenüber und 2. mit dem schlechten psychischen Gesundheitszustand der Patienten zu erklären ist.

Aber naja, beharren wir lieber aus Prinzip auf irgendwelchen Richtlinien und scheißen auf Transmenschen, weil wir ja ach so christlich sind das wir sowas nicht unterstützen können. Ihre CDU. Oder so ähnlich.

Mein Fazit

Ich hätte lieber AIDS als Gender Dysphoria. Beides ist gesellschaftlich diskrimminiert. Für AIDS gibt es keine Heilung aber ansonsten lebt man bis auf die Pillen relativ beschwerdefrei und ist auch nicht wirklich ansteckend spätestens mit Kondom nicht - für Gender Dysphoria gibt es eine Heilung aber der Zugang dazu ist nur einer schmalen Elite ("Bonzen") oder ein paar wenigen Glücklichen möglich die früh genug mit Hormontherapie angefangen haben. Ansonsten ist der Kampf um die richtige Therapie einer der sich über sehr viele Jahre hinzieht und oft extreme Maßnahmen zur Geldbeschaffung erfordert, einen dabei psychisch aufreibt und finanziell ruiniert. Und auch in diesem Fall braucht man lebenslang Pillen. AIDS ist besser. Da behandeln einen die Ärzte auch gerne, weil die dafür Extra-Budget kriegen.

Meine persönliche Entscheidung für das weitere Vorgehen ist noch nicht getroffen. Ich befürchte ohnehin das mein "todsicherer Plan" irgendwann greifen könnte egal welchen Weg ich gehe, denn es ist, egal was ich mache, immer nur ein Kompromiss. Und der beste Kompromiss steht mir finanziell wohl nicht zur Verfügung. Vielleicht komme ich trotzdem - in die ein oder andere Richtung (Shemale max fem / Androgyn männlich / GaOP max fem) - an einen Punkt an dem ich sagen kann "Hier bin ich jetzt und mit diesem Zustand kann ich leben. kA Androgyn-feminin mit Penis ist jedenfalls nicht wirklich optimal. Wenn ich aber eins sicher sagen kann, dann, das die Krankenkassen und das Gesundheitssystem dabei nur eine nebensächliche Rolle gespielt haben.

Sonntag, 2. November 2014

Was noch ansteht


Hallo Leute ;)

Vieles wurde schon gemacht und ich denke die erreichten Ergebnisse sprechen für sich.

Bilder aus den letzten 2 Jahren in 1 Minute

Da bei Transsexualität aber nicht gilt "der Weg ist das Ziel" sondern "das Ziel ist das Ziel" kann ich mich natürlich nicht auf dem Erreichtem ausruhen, sondern es gilt, dass was ich angefangen habe auch zu Ende zu bringen.

Was muss aus meiner Sicht also noch gemacht werden?

Definitiv: [100 %]
Fortsetzung der Haarentfernung
Narbenkorrektur an der rechten Brustwarze
Tatoowierung über die am schlimmsten von Aknenarben (Dekoltee) und Dehnungsstreifen  gezeichneten Gebiete
Geschlechtsangleichende Operation, dabei fast festgelegt auf Dr. Suporn mit anschließender Nachsorge

Wahrscheinlich: [75 %]
Fettabsaugung des leichten Doppelkinns das durch die Kiefer-OP entstanden ist, vermutlich dann mit Eigenfettinjektion ins Kinngrübchen
Stimmband-OP

Relativ wahrscheinlich: [60%]
Fettabsaugung des Bauchs, entweder mit erfolgender Eigenfettinjektion in die Hüften oder mit anschließender Gewichtszunahme (die dann aber gleichmäßig am ganzen Körper und nicht nur an der Hüfte wäre)

Möglicherweise: [40 %]
Zweite Nasen-OP zur weiteren Verschmälerung von Nasenflügeln und Nasenrücken

Unwahrscheinlich: [10 %]
Resektion der unteren Rippen


Träumerei deren Umsetzung vermutlich noch mindestens 10 Jahre Forschung benötigt aber sofort umgesetzt werden wird falls dies möglich wird:
Implantation im Labor gezüchteter östrogenproduzierender Drüsen ("Eierstöcke") um die Medikamentenabhängigkeit zu beseitigen

Träumerei die ich aufgrund der die Nutzen übersteigenden Schäden nicht umsetzen werde aber durchaus operiert werden könnte:

Fußverschmälerung

Träumerei die nicht sinnvoll operiert werden kann:

Schultern schmälern


Insgesamt stehen mir also noch 2-7 [+ evtl GaOP Nach-OP] Operationen bevor, wobei ich momentan realistischerweise von fünf ausgehe. Zwei dieser Operationen bewerte ich hierbei als (von der Belastung her) Kleinigkeit, zwei als mittelschwer und eine natürlich als extrem schwer. Außerdem stehen mir mit Sicherheit noch fünfzig bis achtzig Stunden bevor, die mein Gesicht und Oberkörper mit Nadeln maltretiert werden. Zusätzlich werde ich unter Umständen noch einmal auf lichtmethoden zurückgreifen um Haare zu entfernen die mich stören.

Die bei weitem größte Herausforderung ist jedoch die geschlechtsangleichende Operation. Da ich keine drei Jahre mehr warten möchte [sondern eigentlich morgen die OP bräuchte...] um in München von Deutschlands anscheinend bestem GaOP - Chirugen operiert zu werden und die Idee der Sigmascheide aufgrund der möglichen Darmkomplikationen, der Angst vor einem Anus Praeter und vor entstellenden Narben auf der Bauchdecke verworfen habe, bleibt als einziger Chirug der die Punkte Scheidentiefe, Lubrifikation, Ästhetik und Sensibilität allesamt erfüllen kann Dr. Suporn in Thailand. Krankenkassen zahlen jedoch nicht für Operationen im außereuropäischem Ausland und diese Operation kostet ungefähr 16.000 Euro. Ich habe bei meiner Krankenkasse dennoch Antrag auf Einzelfallentscheidung gestellt, werde einen Anwalt konsultieren sollte dieser abgelehnt werden und werde mich ansonsten nächstes Jahr damit beschäftigen wie ich irgendwie an die für diese Operation notwendigen Mittel komme. Die anderen Operationen sind für mich eigentlich nur noch Kleinkram (wenn ich die Punkte unter "definitiv" auch absolut brauche!) und wenn das mit der GaOP geregelt ist und ich mir sicher bin dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein kann, dann kann endlich die last von meinen Schultern fallen die es mit sich bringt, nicht zu wissen wie und wann ich es schaffe endlich mit diesem Thema hier durch zu sein.

Entschuldigt bitte Rechtschreibfehler etc, meine Tastatur ist ziemlich ramponiert, zB kann ich kein großes l mehr schreiben.^^

So jetzt wisst Ihr wie es noch weiter geht. Am Ende werden es wohl 11 oder 12 Operationen gewesen sein, Kostenfaktor (inkl. von der Krankenkasse getragene Anteile, zB Nadelepi und Stimmband-OP sowie Antidepressiva die aufgrund der aus Geldgründen verzögerten Behandlung notwendig sind) liegt dann bei circa 70.000 Euro für das Komplettpaket.

Das wärs .p
Eure Nina <3

Donnerstag, 1. Mai 2014

Meine Brustvergrößerung


Hallo Leute :)

Am Dienstag war es endlich soweit, dass ich nach meiner Brustwarzenkorrektur im Februar zu meiner Brustvergrößerung antreten durfte.

Nachdem bei dem letzten Beratungsgespräch nun sehr schnell ein OP-Termin festgelegt wurde, hatte ich zuerst Probleme die Finanzierung zu sichern, um dann noch kurz vor der OP zu erfahren, dass mein Hausarzt verstorben war und ich Angst hatte, meine Blutwerte nicht mehr pünktlich zu bekommen, aber es klappte doch noch Alles. Meine erhöhten Leberwerte stellten kein Problem für die OP dar, machen mich aber nachdenklich.

So saß ich Dienstag morgen im Regionalexpress aufgeregt und euphorisch Richtung Dortmund. Als ich dort ankam schloss ich noch schnell die OP-Versicherung von Medasure ab und begann zu warten.

Mein OP-Termin war eigentlich um 13 Uhr, doch hatte die klinik an diesem Tag offenbar große organisatorische Probleme, sodass ich erst um 18 Uhr auf mein Zimmer konnte und um 20 Uhr operiert wurde. Ich war extrem angesäuert, vor Allem da ich die ganze Zeit nüchtern bleiben musste, doch eine liebe Schwester hat mich wieder aufgemuntert und als es dann an die OP ging, war ich wieder euphorisch.

Zuerst wurde mir alles angezeichnet, durch die Implantate wurde auch meine Unterbrustfalte weiter nach unten versetzt, dann gings in den OP und ich bekam erstmal das Beruhigungsmittel, wodurch es mir einfach nur gut ging. Irgendwann hatte ich dann einen Filmriss. Als ich wieder aufwachte hatte ich starke Schmerzen, doch ich bekam dann ein Schmerzmittel und es wurde erträglich. Ich wagte einen ersten Blick


und war erstmal sehr happy über die neue Aussicht. Als ich später aufstehen konnte war ich positiv überrascht, wieviel stimmiger mein Körper mit dem neuen Vorbau aussah.

  

 Vorerst ohne BH hatte ichd ann am nächsten Morgen das erste Mal die Möglichkeit, etwas Ausschnitt zu zeigen,w as ich auch nutzte :P





Später bekam ich dann meinen Kompressions-BH und wurde glücklicherweise vom allerliebsten Manu in der Klinik abgeholt. Seitdem wechsle ich zwischen dem High meines Schmerzmittels und den starken Schmerzen durch die Implantate die unter den Brustmuskel gesetzt wurden. Diese OP war auf jeden Fall einer der Meilensteine meiner bisherigen Transition und ich freue mich schon, wenn alles verheilt ist.

Bis bald :)

Eure Nina




Sonntag, 2. Februar 2014

Von pseudowissenschaftlicher Diskrimminierung


Hallo Leute :)

Ich kann heute wiedermal nicht schlafen und da dachte ich, ich nutze die Gelegenheit nochmal, um mich über einige Idioten aufzuregen, die so tun, als seien sie Wissenschaftler :)

In einem Kommentar auf meinem Blog wurde ein Link zu einer Seite gepostet, die die Transition als die falsche Reaktion auf das Gefühl betrachten, der eigene Körper sei falsch. Auf diesen Seiten wird von Menschen berichtet, die nach ihrer erfolgten Geschlechtsangleichung zurück in ihr Ursprungsgeschlecht wechseln möchten. Außerdem werden Statistiken hier in einer Weise gedeutet, die es als falsch darstellen, dem Wunsch nach Geschlechtsangleichung zu entsprechen. Darauf möchte ich gerne antworten. Hier ist einer der Texte von dieser Seite:
20% regret changing genders, over 40% attempt suicide, and even after surgery a large number remain traumatized

Hoping to have success with sex change surgery is like Russian roulette. You could be the lucky one, but reports show the risks are high and death is a strong possibility. 
For 35 years serious questions have been raised about the overall long term success of changing genders. 
Today we look at a report from The Guardian (UK) from July 2004 that included a review of more than 100 international medical studies of post-operative transgenders by the University of Birmingham aggressive research intelligence facility. They found "no robust scientific evidence that gender reassignment surgery is clinically effective." Seeing that they reviewed not just one study but 100 international studies makes this report alarming.
In my view, this shows that failure comes all too often for transgenders and it is so unnecessary. The Guardian reports:
  1. After gender reassignment, there's still a large number of people who had the surgery but remain traumatized - often to the point of committing suicide.
  2. Research from the US and Holland suggests that up to a fifth (20%) of patients regret changing sex.  http://www.theguardian.com/society/2004/jul/30/health.mentalhealth
Thirty-five years ago, in 1979, uncertainty about gender change success was surfacing. At Johns Hopkins Hospital concerns about the reported success rates of changing genders and whether Dr. Money had been falsifying the reports of sex change success prompted a review. Dr. Paul Mc Hugh commissioned Dr. Meyer to study post-operative transsexuals from the Johns Hopkins Gender Identity Clinic program. Dr. Meyer's results were far different than Money’s reports of success a decade earlier and also validated the concerns regarding Dr. Money and his reports.  Dr. Meyer said, “To say that this type of surgery cures psychiatric disturbance is incorrect.” As a result of studying the results of Hopkins patients, Hopkins closed its gender clinic and university-based gender clinics around the country began to close. http://www.baltimorestyle.com/index.php/style/features_article/fe_sexchange_jf07
Also in 1979, Dr. Ihlenfeld, a former associate of Dr. Harry Benjamin, told an audience extreme care should be given in using cross gender hormones because 80% of patents who want to change their sex shouldn't do it. "There is too much unhappiness among people who have had the surgery," he said. "Too many of them end as suicides." http://lvtgw.jadephoenix.org/Info_htm/Herbal_G/ginko_b2.htm
Madeline Wyndzen, a transgendered psychology professor, writes, "50% of transgenders could be struggling with suicide attempts, regret, anger and unhappiness living in a transgender sub-culture rather than being part of the larger world.” http://www.genderpsychology.org/transsexual/question.html
I say it is important to take every precaution prior to surgery to avoid regret.  
Injustice at Every Turn: A Report of the National Transgender Discrimination Survey says a staggering 41% of transgenders surveyed report they have attempted suicide and that those who have medically transitioned and surgically transitioned have higher rates of attempted suicide than the general population. Ttransgenders have higher rate of HIV infections. They are more prone to heavy drinking and the use of drugs. They have high rates of homelessness, unemployment and extreme poverty, even more so in the more difficult economic times of the last 5 years. http://www.thetaskforce.org/downloads/reports/reports/ntds_report_on_health.pdf
Good golly, Ms. Gender Molly, what more evidence do you need? The effectiveness of sex change parallels the risk of Russian roulette. Yep, you could be lucky but you also could end up dead.
Knowing the facts and seeing the evidence, why would anyone risks their life on a procedure with such shaky results?
Walt Heyer, the Maverick Transgender
www.sexchangeregret.com
After gender reassignment, there's still a large number of people who had the surgery but remain traumatized - often to the point of committing suicide. Research from the US and Holland suggests that up to a fifth (20%) of patients regret changing sex.  http://www.theguardian.com/society/2004/jul/30/health.mentalhealth
  1. Als Antwort hierauf möchte ich mit einem Zitat aus dem Bericht zur Lebenssituation von Transsexuellen in Nordrhein-Westfalen antworten:

    Transsexuelle Menschen finden sich häufig in multiplen Belastungssituationen mit Problemen in verschiedenen Lebensbereichen wieder. Die Betroffenen berichten dabei von unterschiedlichen Erfahrungen mit Akzeptanz und Diskriminierung vor,
    während und nach der Phase der Transition.

    Während der Transition haben viele Transsexuelle noch kein gutes Passing bzw. werden vom sozialen Umfeld als geschlechtlich uneindeutig wahrgenommen, was zu einem erhöhten Risiko führt, diskriminiert und benachteiligt  zu werden. Nach der Transition kann sich diese Situation verändern und mit entsprechendem Passing
    werden viele Situationen unproblematischer. Transmänner haben in  vielen  Fällen  durch  die Hormonbehandlung nach einiger Zeit ein sehr gutes Passing
    Für Transfrauen sieht die Situation sehr viel weniger günstig aus.
    Dennoch geben alle Interviewpartner_innen, egal ob sie noch am Beginn ihrer Transition stehen oder sie schon länger abgeschlossen haben, an, dass sie diesen Schritt nochmals gehen würden und dass sich ihre Lebensqualität dadurch nachhaltig verbessert hat, obwohl viele auf große Widerstände und Probleme gestoßen sind.
    ALLE - nicht einige - würden diesen Schritt noch einmal gehen. Natürlich wurden nur 30 Menschen interviewt und nur 68 Personen haben Fragebögen ausgefüllt - dennoch zeigt dies wohl, dass es statistisch unwahrscheinlich ist, dass tatsächlich zwanzig Prozent der Betroffenen diese Schritte bereuen.

     A Report of the National Transgender Discrimination Survey says a staggering 41% of transgenders surveyed report they have attempted suicide and that those who have medically transitioned and surgically transitioned have higher rates of attempted suicide than the general population.

    Diese Statistiken dürften stimmen. Auch ich hatte vor meinem Outing massive Selbstmordgedanken und wäre ich nicht so schissig, hätte ich dem vermutlich auch nachgegeben. Natürlich erzeugt der massive Druck durch die Empfindung des eigenen Körpers als Falsch und die Angst vor dem Outing oft kreisende Gedanken aus denen es schwer ist herauszukommen. In dem Bericht zur Lebenssituation von Transsexuellen in NRW findet man folgende Statistik:


    Man sieht hier also ganz eindeutig, dass mit zunehmendem Grad der Angleichung an das gefühlte Geschlecht Selbstmordgedanken weniger Transsexuelle betreffen. Dies sollte wohl die Effektivität der Transition im Bezug auf die Verbesserung des Wohlbefindens verdeutlichen.

    Das während und nach der Transition Transfrauen häufiger als Transmänner an Selbstmordgedanken leiden ist auch einfach zu erklären: Während bei den Transmännern alleine durch die Hormontherapie in relativ kurzer Zeit meistens eine optisch zweifelsfreie Zuordnung zu dem eigenem Geschlecht möglich ist, ist dies bei Transfrauen komplizierter. Je nach den individuellen Voraussetzungen sind plastische Operationen (die selbstverständlich aus eigener Tasche zu zahlen wären) nötig oder es ist gar unmöglich, ein sehr gutes Passing zu erreichen. Gerade wer sich erst in höherem Alter zu seinem Outing entschließt, wird große Probleme haben.

    Wenn die Transition aber nicht ausreichende Veränderungen erzielt, wird man automatisch anders behandelt, wird seinen Körper nicht lieben lernen können und wird sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch im Alltag diskriminiert werden. Natürlich führen diese Faktoren dazu, dass weiterhin ein, gegenüber dem Durchschnitt erhöhtes, Selbstmordrisiko besteht.

    Richtiger wäre es also, die Maßnahmen zu verbessern die dazu führen, dass transsexuelle Menschen ein normales Leben führen können, anstatt die Transition als Ursache für Selbstmordgedanken zu sehen.


    Mir ist nicht klar, warum solche Websiten die Wahrheit verkehren. Wahrscheinlich ist jedoch, dass aus ideologischen Gründen den Menschen das Recht abgesprochen werden soll, Ihren Körper ihren Bedürfnissen entsprechend zu formen. Vielen Dank an www.sexchangeregret.com für das Zurschaustellen von Intoleranz und der Absprache des Rechts für individuelle Selbstbestimmung :)

    Gut :) Jetzt habe ich meine Schlaflosigkeit sinnvoll genutzt :) Vielen Dank für das Lesen :)

    Bis bald :)
    Eure Nina <3

Sonntag, 2. Juni 2013

Progesteron bei Transfrauen - Kontroverse


Hallo Leute :)

Heute wollte ich mal über ein Thema schreiben, dass immer wieder kontrovers diskutiert wird und von Ärzten oft schlicht umgangen wird: Progesteron für Transfrauen.

Schauen wir uns erst einmal an, wie es in einem normalen Biozyklus ist:

Quelle: http://www.med4you.at/
Man sieht, dass der Progesteronspiegel über einen Zeitraum von 12 Tagen über den normal niedrigen Wert erhoben ist. Progesteron hat hierbei die Aufgabe, die Gebärmutterschleimhaut aufzubauen. Beim anschließendem Abfall des Progesteronspiegels kommt es dann zur Hormonentzugsblutung.

Doch Progesteron hat natürlich nicht nur diese eine Aufgabe. Es ist vor Allem ein Regulatorhormon (hemmt die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron, wirkt partitell antagonistisch gegen Östrogene und damit Östrogendominanz, reduziert Stresshormone, kann zu Estradiol und Testosteron konvertiert werden), dass auch vermutlich Einfluss auf die Brustbildung und die Brustwarzenentwicklung hat (und vermutlich unentbehrlich zum Erreichen von Tanner V - Brustwarzen ist).

Wenn man den Sinn von Progesteron anerkennt, ist es allerdings immer noch schwer zu sagen, wieviel Progesteron zu welchem Zeitpunkt zu verabreichen am meisten Sinn macht. Ich persönlich sehe keinen Sinn in langen Progesteronzyklen: Subkutanes Fett im Gesicht wird abgebaut und der Gesamteindruck wird vermännlicht, durch die Konvertierung zu Testosteron (und anschließend zu Dihydrotestosteron über 5-ar) steigt das Wachstum von Körperbehaarung und die Feminisierung wird verlangsamt.

Deutlich mehr Sinn scheint es zu machen, Progesteron nur kurzzeitig und dafür in relativ hohen Dosen zu verabreichen: Bei Selbstversuchen mit 400-800mg Progesteron solo wurden massive Brustschmerzen erreicht, was für mich auf jeden Fall ein Zeichen für fortschreitende Brustentwicklung ist. Der Effekt lässt sich nicht wiederholen, wenn wieder eine hohe Dosis am Folgetag verabreicht wird. Aus diesem Grund scheint eine nur sporadische Anwendung von Progesteron in relativ hohen Dosen wohl am Sinnvollsten zu sein um die Brustentwicklung bei Transfrauen anzuregen.

Ich selbst wende dazu momentan Progesteroncreme an, nachdem meine Utrogestan-Kapseln aufgebraucht sind:


2 Hub direkt auf die Brüste aufgetragen zeigen einen deutlichen Effekt im Bezug auf Brustschmerzen, höhere Dosierungen einen stärkeren. Im Moment verwende ich Progesteroncreme einmal wöchentlich. Die now foods Progesteornreme reicht für insgesamt 35 Anwendungen a 2 Hub und kostet 20,22 € (+ 12 Euro Versand)

Bei meinem nächsten Besuch beim Gynäkologen werde ich mir eine Utrogestan 200 N3 Packung (90 Kapseln) besorgen und die Experimente mit oralem Progesteron fortführen. Ich werde dann natürlich berichten.


So: Das war es von meiner Seite aus im Moment, kontroverse Kommentare zum Thema sind natürlich erwünscht. :)

Bis bald :)
Eure Nina <3

Mittwoch, 15. Mai 2013