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Dienstag, 21. Oktober 2014

Tag 4 nach der Haartransplantation


Hallo Leute :)

Zeit für ein Update ;) Vor 4 Tagen hatte ich meine Haartransplantation bei Dr. Atas. Nachdem ich den Verband häufiger gewechselt habe, ermutigte mich Dr. Atas gestern, heute die Kompressen zu entfernen.

Dazu habe ich die Kompressen stark befeuchtet und konnte sie anschließend mit nur noch geringstem Widerstand aus den Transplantationsgebieten entfernen. Hier zwei Fotos:

Rechte Schläfe

Linke Schläfe aus Distanz
Im Vergleich zu dem Anblick den ich kurz nach der Operation hatte ist das schon für mich als Laien schonmal super verheilt. Auch ist die von Dr. Atas angekündigte Schwellung im Gesicht ausgeblieben, die Stirn war zwar einen Tag lang leicht aufgedunsen, aber ich habe weder "Pandaaugen" bekommen, noch hat die Schwellung sich irgendwo anders manifestiert. Ich scheine die Operation also ziemlich gut verkraftet zu haben.

Nachdem ich eben mit Dr. Atas telefoniert habe (3 Telefonate in 4 Tagen - das ist die engmaschigste Nachsorge bei allen Operationen die ich bisher hatte. TOP!) habe ich dann auch vorsichtig die Haare mit Babyshampoo waschen können.

Schmerzen habe ich keine, jedoch geht seit gestern vom Hinterkopf (= dort wo die Grafts gewonnen wurden) ein ständiger leichter Juckreiz aus der ein wenig störend ist, zumal ich diesem natürlich nciht nachgebe.

Insgesamt die bisher aufwendigste Nachsorge für eine Operation die ich hatte, dafür auch die geringsten postoperativen Beschwerden. Jetzt heißt es, weiterhin vorsichtig sein und Daumen drücken für ein gutes Ergebnis. :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Samstag, 18. Oktober 2014

Meine Haartransplantation (17.10.2014)


Hallo Menschis,

gestern hatte ich meine Haartransplantation in der Nähe von Frankfurt, transplantiert wurden ungefähr 1000 Grafts vom Hinterkopf in die Ecken der Stirn und auch ein paar Haare unterhalb der Mittelhaarlinie. Transplantiert wurden die Haare nicht nur in die Haut, sondern auch in die Narbe die durch meine Stirn-OP bei Dr. Bart entlang meiner Haarlinie entstanden ist. Wenn Alles gut verheilt habe ich also bald einen runden, u-förmigen, Haaransatz wie es als Optimum auch für XX-Frauen gilt und die Narbe verschwindet in der Unsichtbarkeit.

Nachdem ich in Köln zur Beratung zur Haartransplantation war und feststellen musste, dass ich wohl noch einige Zeit bräuchte um die Operation bezahlen zu können machte mir Taunus Aesthetics aus der Nähe von Frankfurt das Angebot, den Eingriff für einen deutlich geringeren Preis durchzuführen. Nach der Beratung letzten Monat hatte ich mich dann entschieden die Haartransplantation machen zu lassen.

Mit einem fast fabrikneuem Seat Altea den ich mir bei Sixt geliehen hatte fuhren Tobi und ich gestern also ins Taunus wo ich ungefähr acht Stunden lang behandelt wurde. Behandelnder Arzt war Dr. Atas dem von einer erfahrenen Schwester assistiert wurde. Da der Eingriff bei Lokalanästhesie erfolgt, bekam ich quasi live mit wie an mir gewerkelt wurde.

Dr. Atas
Zuerst mussten die Haare weichen. Es fielen schon sehr viele Haare vom Hinterkopf runter und ich war schon relativ verunsichert, doch als dann während der ohnehin teilweise sehr schmerzhaften Transplantatgewinnung noch weiter mit dem Rasierer hantiert wurde, war ich fast schon verzweifelt. Das mir gezeigte Bild meines Hinterkopfs nach der Transplantatgewinnung machte das eher noch schlimmer. Einige Stunden nach der OP war es aber nicht mehr so schlimm, es war einfach eine Stressreaktion in der ich auf Alles überempfindlich reagiert habe.

Genauso auch auf die Schmerzen bei der Transplantatgewinnung. Es wurden zahlreiche Spritzen mit Lokalanästhetikum verabreicht und auch wenn die Spritzen recht schmerzhaft waren, so war es an weiten Teilen des Hinterkopfes anschließend doch relativ schmerzfrei. An einer Stelle jedoch wurde es kurz vor Ende der Transplantatgewinnung noch einmal sehr viel schmerzhafter, offenbar hatte die Betäubung in einem ohnehin bereits gereiztem Areal nachgelassen und es tat wirklich sehr weh, nachdem Dr. Atas versucht hatte die Stelle noch einmal zu betäuben, was aber wiederum sehr schmerzhaft war, ließ er von der Stelle ab und wendete sich einer unempfindlicheren Stelle zu.

Insbesondere war ich auch gestresst, weil ich mich aufs Atmen konzentrieren musste, da ich meist nur ein Nasenloch und meinen halben Mund zum Atmen nutzen konnte, da man zur Transplantatgewinnung natürlich den Kopf fixieren muss. Dies bedeutet in Bauchlage also, dass das Gesicht mehr oder weniger auf die Oberfläche gepresst wird.

Nach der Transplantatgewinnung und einer kurzen Erholungspause ging es mir dann wieder besser. Ich durfte mich, was bedeutend angenehmer war, auf den Rücken legen, wodurch ich atmen und mich entspannen konnte. Dann kam die Lokalanästhesie. Die dicken Nadeln der Spritzen taten hier noch mehr weh aus auf dem Hinterkopf und leider war die Narkose gerade auf der rechten Seite wo einige Aknenarben sind und auch die Narbe von der Dr. Bart - Operation schlechter verheilt war nicht allzu effektiv, sodass es immer wieder doch relativ oft, aber nicht mehr so extrem wie an der Stelle am Hinterkopf, schmerzhaft wurde.

Ich habe allerdings auch gemerkt, dass ich die Schmerzen teilweise selbst kontrollieren konnte indem ich meine Erwartungshaltung geändert habe. Als Tipp für solche Eingriffe würde ich also sagen: Konzentriert Euch nicht auf den Schmerz, sondern konzentriert Euch darauf, dass es nicht weh tut. Dann tut es erstaunlicherweise auch viel weniger weh. Auf die Idee kam ich nachdem ich in einer Doku gesehen habe, wie Morphin das Schmerzempfinden beeinflusst. Die Erwartungshaltung hat sogar bei einem starken Opioid also mehr Einfluss auf das Schmerzempfinden als das Medikament selber!

Zur Transplantateinbringung wurde die Haut oberflächlich angeritzt und anschließend ein Loch hineingestochen. Dann galt es, die Transplantate in die genauso großen Löcher einzubringen. Nach einiger Zeit und noch einigen Narkosespritzen später schlief ich ein und wachte erst kurz vor Beendigung der OP wieder auf.

Ich war sehr erschöpft und emotional sehr aufgewühlt und als wir endlich zuhause ankamen schlief ich fast sofort ein und schlief mit nur kurzen Unterbrechungen 17 Stunden lang. Heute habe ich dann meine Haare entknotet und dabei noch eine ganze Strähne Haare wegwerfen müssen, die gestern abrasiert aber in meinen Haaren verknotet wurden war. Außerdem habe ich den Vreband weitestgehend gewechselt, aber auf den Wechsel der Kompressen in den Bereichen verzichtet in denen diese stark mit den Transplantaten verklebt waren. Nachblutungen am Hinterkopf sind nicht mehr erfolgt und auch im Stirnbereich scheint es kaum noch zu bluten. Allerdings färbt sich auch der neue Verband bereits leicht rot, vermutlich weil die alle paar Stunden applizierte Kochsalzlösung das geronnene Blut etwas verflüssigt.

Zum Ergebnis der Haartransplantation kann man frühestens in drei Monaten eine Aussage treffen, aber ich werde natürlich regelmäßig weiter berichten wenn es etwas zu berichten gibt.

Bis bald :)
Eure Nina <3

Freitag, 19. September 2014

Haartransplantation in Kelkheim (Teil 1: Beratung)


Hallo Menschis,

demnächst steht mit der sechsten Operation der nächste Schritt zur Fertigstellung meines "Projektes" an.

Hierzu habe ich mich gestern in Kelkheim nähe Frankfurt (Main) von Dr. Atas zur Haartransplantation beraten lassen. Auf der relativ langen Fahrt wurde ich nach einer Nacht mit nur 2 Stunden Schlaf erstmal von einem spontanem Sommereinbruch überrascht, der mich aufgrund des folgenden Schweißausbruchs sehr reizbar machte und meine eigentlich gute Laune doch eher wechselhaft machte.

Im Arztgespräch mit dem sehr sympathischen und aachenstämmigen Dr. Atas war ich zuerst aufgeschlossen und happy, meine Stimmung wurde dann jedoch zunehmend negativ als ich mein Gesicht in einem Vergrößerungsspiegel aus nächster Nähe betrachten musste. Natürlich sieht man Hautprobleme und Fehler aus nächster Nähe sehr viel extremer als in Wirklichkeit und so musste ich mich erstmal sammeln.

Als ich dann fälschlicherweise für zwei Minuten von Dr. Krekel in sein Büro entführt wurde und mich in seinem riesigem Spiegel betrachten konnte, ging es mir wieder gut, denn ich war wieder überzeugt, gut auszusehen. Danach ging es scherzhaft weiter und wir beschlossen eine Haartransplantation am 17.10. mit 1.000 Grafts durchzuführen. Bedenken hatte er wegen der Narbe von der Forehead Reconstruction und die hierdurch wohl verminderte Durchblutung der Stirn, er geht also davon aus, dass es nicht ganz perfekt werden kann, dennoch wird die Operation wohl nochmal eine deutliche Verbesserung bringen.

Durch die Haartransplantation wird mein Haaransatz also dann umgekehrt U-förmig sein, so wie es nunmal sein sollte. Die Nachsorge, also die Infektionsvorsorge durch Haare aus den Transplantationgebieten halten, wird wohl relativ aufwendig und insbesondere meine Optik für 2 Wochen deutlich negativ beeinflussen. Dafür wird nach 6 bzw 12 Monaten dann eine deutliche Verbesserung meiner Selbstwahrnehmung eintreten. :)

Ich berichte dann mit zahlreichen Bildern am 18.10. von der Haartransplantation. :)

Die nächsten Schritte werden demnächst erstmal das Tattoo über die Narben von den Brust-OPs und der Akne sein und anschließend werde ich versuchen die GaOP greifbar zu machen (und gleichzeitig auf Stimmband-OP hinarbeiten). Wenn ich damit fertig wäre, fehlen nur noch eine zweite Nasen-OP und eine Fettabsaugung am Bauch mit evtl. Lipotransfer auf die Hüfte und fertig ist. Ich habe demnächst also 6/10 OPs hinter mir :)

Bis bald :)

Eure Nina <3