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Samstag, 15. April 2017

Fazit zu Transition bei Gender Dysphoria aus 4 1/2 Jahren

Transitionieren. Vor 5 Jahren erschien es mir der einzig gangbare Weg. Doch der Weg ist voller Steine. Wie ich dazu kam und was Alles ziemlich schief läuft in der somatischen Behandlung und mit Sicherheit für zahlreiche Selbstmorde verantwortlich ist in diesem Artikel.

Wenn ein Wunsch so machtvoll ist, das man ihm nachgeben muss obwohl man ihm nicht nachgeben will, dann ist die freie Entscheidung ausgehebelt. Gegen Ende starrte ich in die Leere. Reagierte oft nicht mehr auf direkte Ansprache. Ich habe es gehasst. Von den in mich gesetzten Erwartungen über die hässliche Virilisierung während meiner Entwicklung, von der fettigen Haut bis zu meinem steinharten Körper über die ständigen Erektionen und die Abneigung gegenüber meinen Genitalien. Vom Bartwuchs über die Akne und die hässliche Mature Haarlinie.


Und trotzdem hatte ich gelernt dieses dumme Alphamännchen-Spiel zu spielen. Und das war tatsächlich auch noch das Einzige was daran Spaß gemacht hat, weil ich darin echt gut war und es der beste Weg war Anerkennung zu bekommen. Wobei ich sagen muss, es war auch echt nicht mein Ding wenn ich damals angestarrt wurde wenn die Gruppe eine Entscheidung hätte treffen sollte oder solche Späße. Mein Wunsch muss nicht zur allgemeinen Handlungsmaxime werden, ich hasse Egoismus, aber Egoismus ist eine Charaktereigenschaft die bei Männern gut funktioniert. Weil Frauen das meistens mitmachen und Betamännchen Nichts zu sagen haben. Das Einzige was ein junger Mann braucht ist ein Willen und eine Tonne Narzissmus. Naja und Muskeln vielleicht. Denke schon das die den Alpha-Anspruch untermauern^^

5 Jahre später
Leider ist dieser Trans*-Kram auch ziemlich frustrierend. Die Steine die einem anfangs in den Weg gelegt werden sind ein Bisschen nervig aber kein Problem, problematisch ist, das der ganze Kram so  furchtbar teuer ist.



Wulstige Stirn, Mature Haarlinie, sehr breite Nase und ein ausgeprägter Kieferknochen sowie das Fehlen von Wangenknochen und gerade Augenbrauen wirken maskulin. Ein oder zwei dieser Merkmale findet man auch bei vielen Frauen wodurch die Gesamtharmonik aber bereits gestört ist. Meine Mutter würde es diffus als "Da stört mich etwas an der ihrem Gesicht" beschreiben, wenn beispielsweise das Kinn sehr breit und lang ist. Demgegenüber sind viele Männer mit eher femininen Gesichtszügen nicht per se unattraktiv, weswegen Transmänner oft auch sehr sehr hübsche Kerle abgeben. Hormontherapie bewirkt keine deutliche Veränderung der Gesichtsstruktur mehr. Zwar sind meine Wangenknochen ein wenig gewachsen, aber das macht eigentlich keinen Unterschied.

Ansonsten vesteht sich von selbst das die intrasexuellen Unterschiede in Bezug auf Körpergröße, Intelligenz usw. bei Männern stärker ausgeprägt sind weil das Y - Chromosom eigentlich nur für die männliche Fruchtbarkeit zuständig ist und das zweite X-Chromsom fehlt das eine ausgleichende Wirkung auf das Andere hat. Der Geschlechtsdimorphismus bedingt zusätzlich eine durchschnittliche Längendifferenz zwischen Männern und Frauen um soweit ich weiß duchschnittlich 10 Zentimeter. Ferner ist der Brustkorb bei gleicher Körpergröße im Schnitt etwas größer was wohl auch der größeren Lungenkapazität geschuldet ist.

Worauf ich hinaus will? Bei der Transition kommt selbst wenn wir die Stimme weg lassen selten eine feminin wirkende Frau heraus wenn die Pubertät einmal durchlaufen wurde, was bei cis-Frauen relativ selten ist, aber selbst wenn eine große Frau beispielsweise duch PCOS virilisiert hat sie meistens das Glück relativ klein zu sein und eher feminine Gesichtsknochen zu haben. Bei Transfrauen geht das Spiel auf die nächste Ebene. Man muss gut aussehen ansonsten wird man aufgrund der Vergangenheit stets ein rotes Tuch sein, denn selbst wenn eine Cisfrau genauso maskulin wirkt, wird ihre geschlechtliche Eindeutigkeit natürlich selten in Frage gestellt, während ein Verschweigen der transsexuellen Vergangenheit aber irgendwo zwischen schwer zu praktizieren bis emotionaler Betrug zu verorten ist und nach dem Bekanntwerden sofort nach Männlichkeit gesucht wird.

Beispiel: Meine Hände sind keine Pranken oder sowas, meine Mutter hat nur minimal kleinere Hände aber ist selbst 15cm kleiner. Trotzdem werden Leute immer dazu neigen meine Hände als besonders groß zu betrachten sobald sie von der Vergangenheit wissen.

Aus diesem Grund ist plastische Chirugie zumeist notwendig. Das viele Ärzte unsaubere Arbeit leisten ist eine Sache. Das allerdings keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich ist, it ein Desaster, denn alleine eine Forehead Reconstruction mit Hairline Lowering + Brow Lift ohne zusätzliche Haartransplantation schlägt sich mit ungefähr 10.000 Euro nieder. Gerade diese Operation eigentlich absolut notwendig wenn sich eine Augenbrauenwulst ("Neandertalerstirn") ausgeprägt hat, da eine Augenbrauenwulst auch in der Forensik so ziemlich das sicherste Indiz für einen XY-Chromosomensatz ist. Kosten von deutlich über 20.000 Euro alleine für das Gesicht sind keineswegs unrealistisch. Dazu kommen eventuelle Kosten für eine Brustvergrößerung (keine Kostenübernahme wenn natürlicherweie Cup A erreicht wurde).

Dann geht es um die geschlechtsangleichende Operation. Es handelt sich hierbei um einen Eingriff, bei dem aus den männlichen Genitalien weibliche Genitalien nachempfunden werden. Leider sind die meisten Ärzte wenig innovativ und nutzen eine Methode die bereits uralt ist und entwicklungsphysiologisch ein anatomisch suboptimales Resultat liefert das weder ausreichend Feuchtigkeit liefert noch richtig authentisch aussieht.

So ein Ergebnis bekommt man am Ehesten in Thailand. Die Gesetzeslage verbietet den gesetzlichen Krankenkassen die Kostenübernahme für Operationen im außereuropäischen Ausland obwohl die Kosten in Deutschland vermutlich nicht geringer sind.

Die geschlechtsangleichende Operation bei Dr Suporn schlägt momentan mit knappunter 16000 Euro zu Buche. Dazu kommen natürlich Reise-, und Hotelkosten etc.

Trotzdem ist es schwierig sich in Deutschland operieren u lassen wenn man genau weiß, das in Thailand ein besseres Ergebnis erzielt wird - und zwar optisch, funktional und im Bezug auf die Wartung.

Denn dank Chonburi Flap erhält die Vagina einen eigenen G-Punkt statt wie bei der penilen Inversion auf die Prostata zu setzen - diese wird im Laufe der Jahre immer mehr Schrumpfen. Ferner ist die Feuchtigkeit meistens sehr gut und damit besteht auch die Grundlage für eine gesunde Scheidenflora - und nach der längeren Heilungsphase bestehen keine Schrumpfungstendenzen (Vaginalaplasie) mehr wie nach der Penilen Inversion. Die Klitoris wird anatomisch richtiger gestaltet und insbesondere die Klitorisschenkel - also die großen Schwellkörper die in Deutschland im Müll landen - rekonstruiert. Wenn man die GaOP möchte führt meiner Einschätzung nach kein Weg an Chonburi vorbei wenn man daran interessiert ist nicht einfach ein drittes Loch sondern eine anatomisch möglichst korrekte Vagina zu bekommen. Die Krankenkassen müssten verpflichtet werden die Kosten für die Operation im Ausland zu übernehmen oder die Methode endlich auch in Europa angewandt werden.

Hinzu kommen weitere Kosten für Korrektureingriffe nach minderwertiger ärztlicher Leistung. Klar,man kann auch versuchen die Ärzte zu verklagen und blabla, aber ernsthaft?

Das Problem an der Sache ist Folgendes: Macht man die Transition nicht, ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt weil man die Körperlichkeit nicht mehr erträgt. Macht man die Transition aber wirkt noch relativ maskulin, ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt weil man gesellschaftlich nicht akzeptiert wird. Macht man die Transition und das Ergebnis der geschlechtsangleichenden Operation ist unbefriedigend ist das Risiko groß das man sich irgendwann umbringt. Eigentlich müsste man in dem Fall auf eine"Rückumwandlung" bestehen weil die Kosten für einen Penoidaufbau ungefähr 50.000 betragen - einfach damit die Krankenkasse keinen Profit damit gemacht hat am Patientenwohl zu sparen.

Selbst zehn Jahre nach der genitalangleichenden Operation ist das Risiko eines (dann nicht mehr) transsexuellen Menschen durch Suizid zu sterben zwanzig Mal höher als in der Normalbevölkerung. Und ich bin mir sicher, das dutzende Leben nicht auf dem Bordsteinpflaster enden müssten, wenn man das (für Krankenkassenvverhältnisse, ein Bluter kostet zB ungefähr 100 Millionen während seines Lebens) wenige Geld ind ie Hand nehmen und in die Gesundheit der Patienten stecken würde statt auf irgendwelchen Richtlinien zu beharren.

Das würde auch volkswirtschaftlich Sinn machen, denn obwohl geoutete Transsexuelle laut Antidiskrimminierungsbericht des Landes NRW im Schnitt gebildeter sind als die Allgemeinbevölkerung, ist Arbeitslosigkeit ein verbreitetes Problem das 1. mit dem Mangel an gesellschaftlicher Akzeptanz nicht-binär wirkender Menschen gegenüber und 2. mit dem schlechten psychischen Gesundheitszustand der Patienten zu erklären ist.

Aber naja, beharren wir lieber aus Prinzip auf irgendwelchen Richtlinien und scheißen auf Transmenschen, weil wir ja ach so christlich sind das wir sowas nicht unterstützen können. Ihre CDU. Oder so ähnlich.

Mein Fazit

Ich hätte lieber AIDS als Gender Dysphoria. Beides ist gesellschaftlich diskrimminiert. Für AIDS gibt es keine Heilung aber ansonsten lebt man bis auf die Pillen relativ beschwerdefrei und ist auch nicht wirklich ansteckend spätestens mit Kondom nicht - für Gender Dysphoria gibt es eine Heilung aber der Zugang dazu ist nur einer schmalen Elite ("Bonzen") oder ein paar wenigen Glücklichen möglich die früh genug mit Hormontherapie angefangen haben. Ansonsten ist der Kampf um die richtige Therapie einer der sich über sehr viele Jahre hinzieht und oft extreme Maßnahmen zur Geldbeschaffung erfordert, einen dabei psychisch aufreibt und finanziell ruiniert. Und auch in diesem Fall braucht man lebenslang Pillen. AIDS ist besser. Da behandeln einen die Ärzte auch gerne, weil die dafür Extra-Budget kriegen.

Meine persönliche Entscheidung für das weitere Vorgehen ist noch nicht getroffen. Ich befürchte ohnehin das mein "todsicherer Plan" irgendwann greifen könnte egal welchen Weg ich gehe, denn es ist, egal was ich mache, immer nur ein Kompromiss. Und der beste Kompromiss steht mir finanziell wohl nicht zur Verfügung. Vielleicht komme ich trotzdem - in die ein oder andere Richtung (Shemale max fem / Androgyn männlich / GaOP max fem) - an einen Punkt an dem ich sagen kann "Hier bin ich jetzt und mit diesem Zustand kann ich leben. kA Androgyn-feminin mit Penis ist jedenfalls nicht wirklich optimal. Wenn ich aber eins sicher sagen kann, dann, das die Krankenkassen und das Gesundheitssystem dabei nur eine nebensächliche Rolle gespielt haben.

Mittwoch, 7. Januar 2015

2015 === Haartransplantation-Zwischenstand | Rauchstopp | Tattoo | Stimme | GaOP ===


Hallo Leute :)

Nachdem ja nun das letzte Jahr vorbei ist (und dieses Silvester trotz Party in einem Haus ohne Heizung eindeutig besser war als das vorherige XD), wird es langsam Zeit, nach vorne zu schauen.

Auch wenn er jetzt schon nen Bisschen hier ist, stell ich erstmal meinen neusten Mitbewohner vor, er ist mega kuschelig und liebenswert und auch wenn alle Anderen was Anderes behaupten, ich kann mit dem Reden *.*

Mr. Jack Daniels "Beeebi"
Ziele für dieses Jahr? Nun, da ich mit der ganzen Geschichte hier natürlich auch irgendwann mal abschließen will, ist das größte noch verbliebene Ziel für die mittelfristige Zukunft natürlich, endlich durch gekonnte Hand auch das Primärste aller Geschlechtsmerkmale in Ordnung bringen zu lassen. Natürlich habe ich Angst vor der vielstündigen Operation, Schmerzen und Aufwand der Nachsorge, vor eventuellen Problemen bei der Heilung oder gar schlechter Arbeit des Chirugen - viel schlimmer jedoch wiegen andere Aspekte.

Da ich ohnehin bisher erst drei Chirugen identifizieren konnte deren Operationsmethode und Erfahrungsschatz meinen Ansprüchen genügen können und zwei von denen sehr teuer sind während der Dritte mich wohl warten lassen würde bis ich grau bin, ist es mein größtes Hindernis, auf den OP-Tisch zu kommen. Daher wird es 2015 wohl noch nichts hiermit.

Aaaaber....

Rauchen

Gründe für das Aufhören mit dem Rauchen

Schwerwiegende Operationen sollten erst nach einem Rauchstopp durchgeführt werden. Das Nikotin, ein Aufputschmittel, verschlechtert die Durchblutung der Kapilargefäße. Bei der GaOP könnte das zum Beispiel zu Nekrosen (absterbendem Gewebe) führen, im schlimmsten Fall würde natürlich die Klitoris absterben und dann hätte ich auch für den Rest meines Lebens genauso ein spannendes Sexualleben wie die Jungfrau Maria. Ansonsten sind verstärkte Vernarbungen, infolgedessen Scheidenschrumpfungen, Probleme beim Wasserlassen die durch erneuten Eingriff behoben werden müssten und natürlich beeinträchtigte Optik möglich. Während der anderen Operationen habe ich immer, wenn auch reduziert, geraucht. Ich bin mir nicht sicher, ob es ohne Rauchen besser geworden wäre, aber ich habe mir halt auch um keine von diesen Operationen große Sorgen gemacht. Bei der GaOP würde ich dieses Risiko niemals eingehen, auch aus diesem Grund habe ich mich dem Vorsatz von Sasa angeschlossen und mir vorgenommen, dass Rauchen sein zu lassen.

Natürlich gibt es auch konkretere Gründe. Beispielsweise habe ich keine Lust mehr gehabt, dauernd Schleim im Hals zu haben und mich erkältet zu fühlen - und ich würde dieses Jahr ohnehin gerne eine Stimmband-OP machen, wofür Rauchen natürlich nicht nur eine Kontraindikation, sondern obendrein reines Gift wäre.

Was bisher geschah

Und so habe ich statt 10-20 Zigaretten am Tag zu Beginn des neuen Jahres Keine mehr geraucht. Am dritten Tag jedoch hat es mich erwischt und ich habe mir Eine geben lassen. Zwei Tage später habe ich mich dann entschieden mir als Ventil für den "Rauchdruck" genau eine Zigarette am Tag zu erlauben. Aber das hilft auch nicht und ist ja vor Allem auch keine dauerhafte Perspektive. Mir fehlt einfach die Beschäftigung und darunter leiden momentan auch meine Hände.

Da Aufgeben nicht in Frage kommt stand ich also vor der Entscheidung, Kräuteretten oder E-Zigarette als "Hand-und-Mund-Beschäftigung". Kräuteretten sind aber gesundheitlich auch nicht so viel besser als Zigaretten, wenngleich auch das Nikotin fehlt und die Kondensatwerte geringer sind, außerdem hab ich schon einmal Damiana geraucht und das war so eklig, dass man es nichtmal zum Abgewöhnen rauchen könnte.

Ich entschied mich also für eine E-Zigarette. Eigentlich wollte ich nach kurzer Reschersche Propylenglykol-frei dampfen, aber leider legen wohl nur wenige Hersteller Wert darauf, den einzigen vielleicht schädlichen Inhaltsstoff (Propylenglykol) durch einen garantiert unschädlichen (Glycerine) zu ersetzen, na gut, schlimmer als Tabak ists ja trotzdem auf keinen Fall.

Es sollte auf jeden Fall ein Qualitätsprodukt sein, also habe ich mir nur sehr gut bewertete E-Zigaretten angeschaut und dazu dann auch noch die Rezensionen auf Youtube geschaut.

eKaiser weiß+
Letztes Jahr gab es die Kleine wohl noch für sechs Euro, aber die Leute waren begeistert und naja, jetzt ist der Preis etwas höher, aber es scheint Eine gute zu sein und es gibt auch "Depots" in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, auch geschmischt. Da ich AmazonPrime-Kundin bin, kommt sie schon morgen bei mir an und dann gilt 0 Zigaretten, aber unbegrenzt (nikotinfreie) E-Zigarette - und ich hoffe mal, dass das die "nervösen Hände" ruhig stellen wird. ;)

Ich berichte weiter. :)

Zwischenstand nach der Haartransplantation 

Nachdem die Rötung in den Transplantationsgebieten inzwischen deutlich nachgelassen hat, hatte ich letztens erneut mit einigen Furunkeln (= entzündeter Haarbalg) zu tun, die Dinger waren ziemlich unangenehm und manche wollten ausgedrückt werden. Immer wenn die Furunkel verschwanden kamen danach einige neue Härchen und jetzt sind bis auf einen kleinen Bereich in dem immer noch ein Furunkel ist überall ein lichter Bewuchs mit dünnen Haaren festzustellen, an manchen Stellen sind auch richtige "Büschel", also Stellen wo richtig dichte Haare wachsen. Es funktioniert also, was mir eine Sorge schonmal nimmt, auch wenn das Endergebnis natürlich noch auf sich warten lässt.

Tattoo

Leider habe ich ja früher unter relativ schwerer Akne am Oberkörper gelitten. Infolgedessen und nach zwei Brustoperationen die Narben und Dehnungsstreifen verursacht haben, möchte ich dieses Jahr, wenn ich es nicht fertig kriege, zumindest schonmal mit einem ambitioniertem Tattoo-Projekt anfangen, das die Außenseite der Brüste, das Dekoltee sowie die Schultern einschließt. Motivmäßig bin ich leider noch unentschlossen, auch wenn ich schon einige Ideen hatte. Im Endeffekt ist es allerdings auch eine Frage der Umsetzung, da es ja im Gesamtbild auch stimmig aussehen soll und auch die kaputte Haut kaschieren soll.

Stimme

Nachdem ich mich ja schon lange mit der Thematik einer Stimmband-OP (Infos hier) beschäftige habe ich mich vor Kurzem endgültig entschieden eine solche Operation machen zu wollen. Das bedeutet, dass ich bei meinem nächstem Arztbesuch um eine Heilmittelverordnung 14 / Verwendungszweck ST1 bitten werde um mit der Logopädie beginnen und im weiterem Verlauf des Jahres die Stimmband-Operation beantragen zu können.

GaOP

Die Operation wird mich voraussichtlich irgendwas knapp unter 20.000 Euro kosten. Ich weiß noch nicht, wie ich an das Geld rankommen soll, weil es echt ein ganzer Batzen ist. Sicher ist aber, dass ich es irgendwie schaffen werde, weil ich bereit bin, alles Menschenmögliche zu tun um mit dieser Geschichte hier fertig zu werden. Wenn also Jemand einen Tipp für mich hat wie ich irgendwie an viel Geld komme, meine Emailadresse findet Ihr im Impressum :) Ansonsten probier ichs vllt mit Ebooks-schreiben oder werde auf weniger elegante Beschaffungsmethoden umsteigen müssen.

Ich rechne natürlich nicht damit, dass viel zusammen kommt, aber probieren möchte ich es trotzdem, also wenn Ihr möchtet, dann könnt Ihr mir hiermit auch helfen, indem Ihr mir spendet :)

oder auf diesen Link hier klickt und dann irgendwas bei Amazon kauft. Würde mir zumindest ein Bisschen helfen. Dankeschön :)

Soooooooo....

Wenns an Irgendeiner von diesen Fronten oder auch sonst irgendwie was Neues gibt, dann meld ich mich natürlich wieder ;) Ansonsten: Sorry, dass ich auf Facebook nur selten antworte, ich werde jeden Tag von einem dutzend Leute angeschrieben die ich nicht kenne und habe leider auch keine Lust dauernd zu chatten :S Trotzdem wünsche ich Euch alles Gute :)

Bis bald :)
Eure Nina <3

Freitag, 19. September 2014

Haartransplantation in Kelkheim (Teil 1: Beratung)


Hallo Menschis,

demnächst steht mit der sechsten Operation der nächste Schritt zur Fertigstellung meines "Projektes" an.

Hierzu habe ich mich gestern in Kelkheim nähe Frankfurt (Main) von Dr. Atas zur Haartransplantation beraten lassen. Auf der relativ langen Fahrt wurde ich nach einer Nacht mit nur 2 Stunden Schlaf erstmal von einem spontanem Sommereinbruch überrascht, der mich aufgrund des folgenden Schweißausbruchs sehr reizbar machte und meine eigentlich gute Laune doch eher wechselhaft machte.

Im Arztgespräch mit dem sehr sympathischen und aachenstämmigen Dr. Atas war ich zuerst aufgeschlossen und happy, meine Stimmung wurde dann jedoch zunehmend negativ als ich mein Gesicht in einem Vergrößerungsspiegel aus nächster Nähe betrachten musste. Natürlich sieht man Hautprobleme und Fehler aus nächster Nähe sehr viel extremer als in Wirklichkeit und so musste ich mich erstmal sammeln.

Als ich dann fälschlicherweise für zwei Minuten von Dr. Krekel in sein Büro entführt wurde und mich in seinem riesigem Spiegel betrachten konnte, ging es mir wieder gut, denn ich war wieder überzeugt, gut auszusehen. Danach ging es scherzhaft weiter und wir beschlossen eine Haartransplantation am 17.10. mit 1.000 Grafts durchzuführen. Bedenken hatte er wegen der Narbe von der Forehead Reconstruction und die hierdurch wohl verminderte Durchblutung der Stirn, er geht also davon aus, dass es nicht ganz perfekt werden kann, dennoch wird die Operation wohl nochmal eine deutliche Verbesserung bringen.

Durch die Haartransplantation wird mein Haaransatz also dann umgekehrt U-förmig sein, so wie es nunmal sein sollte. Die Nachsorge, also die Infektionsvorsorge durch Haare aus den Transplantationgebieten halten, wird wohl relativ aufwendig und insbesondere meine Optik für 2 Wochen deutlich negativ beeinflussen. Dafür wird nach 6 bzw 12 Monaten dann eine deutliche Verbesserung meiner Selbstwahrnehmung eintreten. :)

Ich berichte dann mit zahlreichen Bildern am 18.10. von der Haartransplantation. :)

Die nächsten Schritte werden demnächst erstmal das Tattoo über die Narben von den Brust-OPs und der Akne sein und anschließend werde ich versuchen die GaOP greifbar zu machen (und gleichzeitig auf Stimmband-OP hinarbeiten). Wenn ich damit fertig wäre, fehlen nur noch eine zweite Nasen-OP und eine Fettabsaugung am Bauch mit evtl. Lipotransfer auf die Hüfte und fertig ist. Ich habe demnächst also 6/10 OPs hinter mir :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Sonntag, 2. Februar 2014

Nach den OP's


Hallo Leute :)

Inzwischen sind die Kiefer-OP und die Stirn-OP einige Zeit her und die blauen Flecken und Schmerzen gehören der Vergangenheit an. Dort, wo an der Stirn genäht wurde, sind natürlich noch sehr auffällige Narben, die allerdings gut von meinen Haaren verdeckt werden. Im Laufen der nächsten Monate sollen sie noch ausbleichen.

Hier ist also ein Vergleichsbild -4 Monate HRT bis 14 1/2 Monate  HRT, also über meine Veränderung während der vergangenen anderthalb Jahre.

14 Monate HRT FFS post op

Man sieht also, dass sich in dieser Zeit einiges getan hat, durch die HRT, aber insbesondere durch die Operationen. Das Gesicht ist damit vorerst ein abgeschlossenes Kapitel. Es könnte sein, dass ich mich irgendwann noch zu einer zweiten Nasenkorrektur entschließe, aber für den Moment wird da nichts mehr gemacht werden.

Stattdessen werde ich am 04. in Düsseldorf noch eine weitere Operation haben: Meine Brustwarzen, aufgrund meiner männlichen Anatomie relativ weit außen, werden mit einem modifiziertem Benelli - Lift mehr Richtung Mitte gezogen, damit ich dann im April im zweiten Schritt meine Brustvergrößerung erhalten kann. Leider ist es nicht möglich die Brustvergrößerung noch vor Karneval durchzuführen, sodass ich in der Auswahl möglicher Kostüme leider noch relativ beschränkt war. Nächstes Jahr :)

Diese beiden Operationen werden im Hause ArteMedic durchgeführt. Dann ist bis zur GaOP - abgesehen von IPL - nichts mehr groß geplant. Den größten Teil habe ich also bereits hinter mir und das Leben verspricht, bald normalere Bahnen zu gehen.

Bis demnächst :)

Eure Nina <3

Freitag, 28. Juni 2013

Die Chonburi Flap - Methode (nach Dr. Suporn)


Im Jahr 2000 war es, als der thailändische Chirug Dr. Suporn seine eigene Methode zur Genitalangleichung bei MzF (Mann-zu-Frau) - Transsexuellen entwickelt und das erste Mal an einer Taiwannesin operiert hat. Die kombinierte Methode nach Dr. Schaff ist eigentlich nur eine Abwandlung von seiner Methode.

Dr. Suporn
Es bestehen wenig Differenzen zwischen der kombinierten Methode und der von Dr. Suporn entwickelten Chonburi Flap - Methode, die inzwischen als das Nonplus-Ultra der Genitalangleichung gilt.

Methodik:

Aus dem Penis der immer noch mit der Eichel verbunden bleibt werden die kleinen Schamlippen und der Vaginaleingang sowie die Klitoris und das Klitorishäubchen geformt. Dr. Suporn versucht bei ausreichendem Gewebe auch die großen Schamlippen aus Penishaut zu konstruieren. Die Vaginalinnenwand wird auch hier aus der Haut des Hodensacks gewonnen. Ansonsten glaube ich, dass Suporn gerne die Hodenhaut mesht, so ist mehr Oberfläche verfügbar. Für 'Feuchtigkeit' wird natürlich auch gesorgt. Aus diesem Grund liegt die durchschnittliche Scheidentiefe bei der Chonburi Flap - Methode bei 17 Zentimetern, das Maximum lag bei 22 Zentimetern.

Die Chonburi Flap - Methode ist die momentan beste Methode zur Genitalangleichung von Mann-zur-Frau. Leider ist Dr. Suporn der einzige erfahrene Chirug der diese Methode operiert. Dr. Suporn ist zudem noch ein weltklasse Chirug und seine eigene Klinik, die Dr. Suporn Clinic, gilt weltweit als Topadresse für Geschlechtsangleichung (auch Facical Feminization). Leider werden Operationen im Ausland von der gesetzlichen Krankenkasse nicht getragen. Selbstzahler können mit ungefähr 15.000 Euro rechnen, bekommen aber auch die Suporn Garantie, das alles gut wird (die Garantie entfällt zum Beispiel bei einer vorhergehenden Orchitektomie). Dr. Suporn operiert nur Patienten zwischen 18 und 65 Jahren.

Soo das wars von Dr. Suporns Chonburi Flap - Methode.

liebe Grüße
Eure Nina <3

Die kombinierte Methode (nach Dr. Schaff)


Sooo Teil 2 im Rahmen meiner Informationssammlung zum Thema Geschlechtsangleichende Operation.

Dieses Mal geht es um die von Dr. Schaff entwickelte kombinierte Methode. Diese Methode ist leider noch wenig verbreitet und wird nur von wenigen Ärzten angewendet.

Dr. Schaff
Bei dieser Methode wird die Eichel nicht vom Penis abgetrennt um eine Klitoris zu schaffen, sondern die Eichel bleibt mit dem Penisrücken verbunden. Ein Teil der Vorhaut wird dann anschließend zusammen mit der Penishaut zur Formung von Klitorishäubchen und der kleinen Schamlippen verwendet. Außerdem wird der Scheideneingang mit Penishaut ausgekleidet. Optisch ist dies eine kluge Entscheidung, denn die Penishaut entspricht den außen liegenden Geweben des natürlichen Vorbilds mehr als als die Haut des Hodensacks.

Die Harnröhre, bei der penilen Inversion ein Abfallprodukt, wird längseröffnet und mit der Haut des Hodensacks zusamen zur inneren Auskleidung der Scheide verwendet. Es ist deshalb klug die Harnröhre zu verwenden, weil die Harnröhre nun im Nachgang ein Feuchtwerden bei sexueller Erregung ermöglicht.

Die Orgasmusfähigkeit bleibt in aller Regel erhalten. Um maximale Sensitivität zu erreichen, sollten mikroskopisch die Nerven der Penishaut, der Klitoris, der Vorhaut und der Harnröhre präpariert und geschont werden

Bis auf die Schwellkörper wird von Dr. Schaff jedes Gewebe verwendet. Er berücksichtigt auch individuelle Wünsche (ich gehe davon aus, dass er optische meint).

Neben Doktor Schaff, der diese Methode in Deutschland eingeführt hat, operiert auch Dr. Pottek inzwischen nach der kombinierten Methode.


Vorteile der kombinierten Methode sind also 1) die Verwendung der anatomisch sinnvollsten Gewebe für die jeweiligen Regionen bringt Optik und möglichst große Gefühlsentsprechung 2) Feuchtwerden ist möglich durch die verwendete Harnröhre 3) Es ist weniger unnatürlicher Zug im Gewebe als bei der penilen Inversion.

Nachteile der kombinierten Methode sind hingegen 1) Geringe Verbreitung mit wenigen Chirugen die diese Technik anwenden. 2.) Der Heilungsprozess dauert empfindlich länger. 3.) Es muss länger und häufiger diliert werden

Sooo Teil 3 (Die Suporn-Methode) folgt noch.

Bis bald :)
Eure Nina <3


Die Penisinvaginationsmethode oder... Penile Inversion


Soo, da ich ja eh nichts Sinnvolles mehr machen kann heute... Reschersche!

Es gibt lange nicht mehr nur eine Methode für die Geschlechtsangleichende Operation. Natürlich hat auch jeder Chirug seine eigenen 'Kniffe'. Dennoch ist die bei weitem gebräuchlichste Methode die in einer Umgestaltung von männlichen in weibliche Genitalien enden soll die Penisinvagination, auch Penile Inversion genannt.

Die Penile Inversion entwickelte sich aus den Anfängen der Geschlechtsangleichenden Operationen. Hier wurde zunächst die Eichel entfernt, eine Höhle geschaffen und der Penis nach seiner Entkernung nach innen gestülpt. Von diesen Versuchen sind wir jetzt aber schon einigermaßen weit entfernt. Bei der penilen Inversion wird heutzutage auch selbstverständlich die Eichel zur Formung einer Klitoris und die Hodenhaut zur Formung von Schamlippen verwendet und die zunehmende Routine bringt inzwischen sehr viele ästhetisch einwandfreie Neovaginas hervor. Auch Frauenärzte bestätigen die 'Echtheit' der Optik die sie häufig zu sehen kriegen.

Bei den Schwellkörpern gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen: Diese können entweder genutzt oder entfernt werden.

weibliche Sexualanatomie
In der Regel entfernen sie die meisten Chirugen. Allerdings sind Schwellkörper auch in der weiblichen Anatomie vorhanden (hier Nummer 2). Bei entsprechend gekonnter Nutzung des Materials durch den Chirugen, würde ich unbedingt empfehlen die Schwellkörper zu verwenden. Die Schwellkörper nämlich sind die Basis für die Möglichkeit eines vaginalen Orgasmus. Man sollte sich natürlich hierbei nicht als Versuchskaninchen missbrauchen lassen, sondern schauen ob der Arzt auch Ahnung hat und das schon öfters mal gemacht hat.

Die Vorteile der penilen Inversion liegen also auf der Hand: Es ist eine sehr verbreitete und von vielen Chirurgen praktizierte Methode, wodurch quasi viel OP-Routine besteht und seltener grobe Fehler gemacht werden. Hierbei liegt die Rate der orgasmusfähigen Post-OP-Transfrauen schon sehr hoch, bei Frau Dr. Krege habe ich beispielsweise mal von einer Orgasmusfähigkeitsrate von mindestens 80 Prozent gelesen - man muss berücksichtigen, dass im Kopf ursächliche Blocken einen Orgasmus verhindern können. Die Rate wird also noch etwas höher liegen.

Außerdem ist bei der penilen Inversion die Heilung vergleichsweise (mit anderen Methoden) komplikationsfrei und die bei anderen Methoden intensiv benötigte Dilation (Dehnung der Scheide mittels verschieden großer medizinischer Dildos, meist zur zusätzlichen Heilung mit Salben und Estriol praktiziert) muss hier seltener und weniger lange vorgenommen werden.

Nachteilig hingegen ist bei der penilen Inversion die theoretisch schlechtere Optik durch mangelhafte Berücksichtigung der geeigneten Gewebearten - auch ein Grund, warum es gefühlsmäßig nicht komplett authentisch sein wird. Außerdem ist es mittels Peniler Inversion schwierig eine ausreichende Scheidentiefe zu erhalten, da der Penis durch die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung bereits vor der OP schrumpft und so oft relativ wenig Material zur Verfügung steht. Auch ist ein ausreichendes Feuchtwerden nur selten über die Prostata möglich.

Dennoch sind sehr viele Transfrauen hochzufrieden mit ihrem OP Ergebnis mit der Penisinvaginationsmethode. Ein geeigneter Chirug kann hiermit schon gute Arbeit leisten.

So weiter gehts demnächst ;)

Bis bald :)
Eure Nina <3

Sonntag, 16. Juni 2013

Geschlechtsangleichende OP bei Dr. Pottek - Ein Erfahrungsbericht


Hallo Leute :)

Heute Mal einen Erfahrungsbericht, der zur Kenntnis genommen werden sollte, wenn man die Durchführung einer geschlechtsangleichenden Operation plant. Der Bericht stammt von Raphaela, sie wurde am 08.02.2012 von Dr. Pottek (Hamburg) nach der kombinierten Methode operiert. Hier ist der Bericht, den Dr. Schaff (München) nach der Begutachtung geschrieben hat, freigegeben durch Raphaela.

Zum Vergrößern auf Bild klicken
Zusammenfassung: Die Eichel scheint zur Gänze als Klitoris erhalten worden zu sein, was natürlich erstmal gut ist, weil man von wenig Schaden ausgehen kann, was ich mir optisch allerdings sehr fragwürdig vorstelle. Eine Hautfalte bedeckt den größten Teil der Klitoris. Dies scheint ein hygienisches Problem darzustellen. Aufgrund von ausgeprägter Narbenbildung (Dr Schaff schreibt 'ausgedehnte Narbenfelder') auch im Bereich der Harnröhre, ist der Harnstrahl stark verringert. Das optische Erscheinungsbild ist nicht zufriedenstellend. Die Scheidentiefe beträgt lediglig zwei Zentimeter - Dies liegt daran, dass sie nicht bougiert hatte. Soweit ich weiß, soll ihr das Bougieren auch relativ lange 'verboten' wurden sein, dazu möchte ich aber keine definitive Aussage geben. Es ist allerdings so, dass das Bougieren gewissenhaft und möglichst bald nach der Operation begonnen werden muss um die Scheidentiefe zu erhalten und zu verbessern.

Für Fragen könnt Ihr Euch an Raphaela wenden.

Für mich sind solche Erfahrungsberichte - zumal ich auch die dazugehörigen Bilder gesehen habe - auf jeden Fall respekteinflößend. Es gibt nunmal nur zwei Chirugen in Deutschland - Dr. Schaff und Dr. Pottek - die nicht mit der penilen Inversion operieren, sondern eine kombinierte Methode anwenden. Diese Methode hat zahlreiche Vorteile. Leider hat Dr. Schaff eine sehr lange Wartezeit für eine Operation in München. Das ist sicher auch ein gewichtiger Grund, warum Viele sich für eine Operation bei Doktor Pottek entscheiden. Nun ist es aber so, dass Dr. Pottek leider bedeutend weniger Erfahrung bezüglich geschlechtsangleichender Operationen hat als Dr. Schaff (von dem ich überwiegend, aber nicht nur positives gehört habe). Dr. Schaff ist für mich eine Koryphäe und Dr. Pottek ist nach allen Informationen die ich bisher bekommen habe leider noch lange nicht so gut. Mein Chirug wird also Dr. Schaff sein, auch wenn ich mich dafür dann leider sehr gedulden muss.

Vielen Dank fürs Lesen :)

Bis bald :)
Eure Nina <3

Dienstag, 14. Mai 2013

Stirn, Kiefer und Hormonwerte


Hallo Leute :)

Zuletzt war ich beim CIA in Dortmund, um wegen der Stirn-OP zu fragen. Rund 2000 Euro wurde mir als Auskunft gegeben, um die durch Testosteroneinfluss geschädigte Stirn wieder in Ordnung zu bringen. Heute lese ich im Blog von Julia Monique von einer Kieferfeminisierung um 2000 Euro.

Zitat:

Es ist möglich, die Unterkieferform zu verweiblichen durch eine Spangenresektion des Unterkieferrands, eingeschlossen des Kinns und beider Kieferwinkel. 


Die Operation erfolgt in Vollnarkose, der Zugang durch den Zahnfleischrand, somit verbleiben keine Narben und kann nachreseziert werden. Risiken schliessen ein Taubheitsgefühl der Unterklippe und des Kinns ein, da um den Nervaustrittspunkts aus dem Knochen herum gearbeitet wird.


Die Kosten werden bei erfolgter Namensänderung durch Ihre Krankenkasse übernommen, ansonsten kostet die Operation €1650,00 plus Narkose €450,00. 

Sie wird ambulant durchgeführt. Die Fäden werden am 7. Tag entfernt, die Schwellung dauert 2 Wochen.

Beide Operationen würde ich gerne machen. Rechnerisch komme ich damit für die nächsten zwei Jahre auf folgende benötigte Summe:

Stirnfeminisierung, Unterkieferfeminisierung, Zuzahlung zur geschlechtsangleichenden Operation

2000 Euro + 2100 Euro + 1800 Euro = 5.900 €

Dazu kommen selbstverständlich noch Kosten für dauerhafte Haarentfernung, wohl nicht unter 600 Euro.

Die Kosten für die Stimmband - OP + Kehlkopfabschleifung genauso wie der Hauptteil der Kosten für die geschlechtsangleichende Operation trägt glücklicherweise die Krankenkasse.

6500 Euro muss ich also in den nächsten beiden Jahren mindestens locker machen um bis dahin auch fertig zu sein. Diese Summe kann ich im Studium nicht aufbringen. Meine Priorität liegt auch eindeutig darauf, glücklich zu werden. Aus diesem Grund habe ich beschlossen mir nach meinem Umzug eine Vollzeitstelle zu suchen, eine Ausbildung kann ich mir schlichtweg NICHT LEISTEN.

Rechnerisch bedeutet dies, dass ich über die Dauer von 24 Monaten 271 Euro monatlich für Operationskosten und IPL bereit halten muss. Wenn ich allerdings sozialversicherungspflichtig arbeite, werde ich auch die Prozesskostenhilfe für die Vornamens-, und Personenstandsänderung (VÄ/PÄ) zurückzahlen müssen. Gehen wir auch hier von einem Zeitraum von 24 Monaten und einer Summe von 1000 Euro aus, erhöht sich der Betrag auf circa 312 Euro monatlich die ich vom Gehalt dafür bereit stellen muss. Es wird also ein sparsames Leben, aber dafür habe ich die Aussicht, in 2 Jahren fertig zu sein (bis auf Nach-OP).

Ein anderes Thema: Meine aktuellen Hormonwerte.

Estradiol 170,6pg/ml
Testosteron 0,14ng/dl

Der Testosteronwert ist trotz einer antiandrogenen Therapie mit nur noch 50mg Spironolacton seit 5 Wochen noch deutlich unter weiblichen Normwerten. Ich werde nun also das Spironolacton absetzen und meine Therapie ohne Antiandrogene fortsetzen.

So, genug der fatalistischen Ankündigungen :D


bis bald :)

Eure Nina <3