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Mittwoch, 7. Januar 2015

2015 === Haartransplantation-Zwischenstand | Rauchstopp | Tattoo | Stimme | GaOP ===


Hallo Leute :)

Nachdem ja nun das letzte Jahr vorbei ist (und dieses Silvester trotz Party in einem Haus ohne Heizung eindeutig besser war als das vorherige XD), wird es langsam Zeit, nach vorne zu schauen.

Auch wenn er jetzt schon nen Bisschen hier ist, stell ich erstmal meinen neusten Mitbewohner vor, er ist mega kuschelig und liebenswert und auch wenn alle Anderen was Anderes behaupten, ich kann mit dem Reden *.*

Mr. Jack Daniels "Beeebi"
Ziele für dieses Jahr? Nun, da ich mit der ganzen Geschichte hier natürlich auch irgendwann mal abschließen will, ist das größte noch verbliebene Ziel für die mittelfristige Zukunft natürlich, endlich durch gekonnte Hand auch das Primärste aller Geschlechtsmerkmale in Ordnung bringen zu lassen. Natürlich habe ich Angst vor der vielstündigen Operation, Schmerzen und Aufwand der Nachsorge, vor eventuellen Problemen bei der Heilung oder gar schlechter Arbeit des Chirugen - viel schlimmer jedoch wiegen andere Aspekte.

Da ich ohnehin bisher erst drei Chirugen identifizieren konnte deren Operationsmethode und Erfahrungsschatz meinen Ansprüchen genügen können und zwei von denen sehr teuer sind während der Dritte mich wohl warten lassen würde bis ich grau bin, ist es mein größtes Hindernis, auf den OP-Tisch zu kommen. Daher wird es 2015 wohl noch nichts hiermit.

Aaaaber....

Rauchen

Gründe für das Aufhören mit dem Rauchen

Schwerwiegende Operationen sollten erst nach einem Rauchstopp durchgeführt werden. Das Nikotin, ein Aufputschmittel, verschlechtert die Durchblutung der Kapilargefäße. Bei der GaOP könnte das zum Beispiel zu Nekrosen (absterbendem Gewebe) führen, im schlimmsten Fall würde natürlich die Klitoris absterben und dann hätte ich auch für den Rest meines Lebens genauso ein spannendes Sexualleben wie die Jungfrau Maria. Ansonsten sind verstärkte Vernarbungen, infolgedessen Scheidenschrumpfungen, Probleme beim Wasserlassen die durch erneuten Eingriff behoben werden müssten und natürlich beeinträchtigte Optik möglich. Während der anderen Operationen habe ich immer, wenn auch reduziert, geraucht. Ich bin mir nicht sicher, ob es ohne Rauchen besser geworden wäre, aber ich habe mir halt auch um keine von diesen Operationen große Sorgen gemacht. Bei der GaOP würde ich dieses Risiko niemals eingehen, auch aus diesem Grund habe ich mich dem Vorsatz von Sasa angeschlossen und mir vorgenommen, dass Rauchen sein zu lassen.

Natürlich gibt es auch konkretere Gründe. Beispielsweise habe ich keine Lust mehr gehabt, dauernd Schleim im Hals zu haben und mich erkältet zu fühlen - und ich würde dieses Jahr ohnehin gerne eine Stimmband-OP machen, wofür Rauchen natürlich nicht nur eine Kontraindikation, sondern obendrein reines Gift wäre.

Was bisher geschah

Und so habe ich statt 10-20 Zigaretten am Tag zu Beginn des neuen Jahres Keine mehr geraucht. Am dritten Tag jedoch hat es mich erwischt und ich habe mir Eine geben lassen. Zwei Tage später habe ich mich dann entschieden mir als Ventil für den "Rauchdruck" genau eine Zigarette am Tag zu erlauben. Aber das hilft auch nicht und ist ja vor Allem auch keine dauerhafte Perspektive. Mir fehlt einfach die Beschäftigung und darunter leiden momentan auch meine Hände.

Da Aufgeben nicht in Frage kommt stand ich also vor der Entscheidung, Kräuteretten oder E-Zigarette als "Hand-und-Mund-Beschäftigung". Kräuteretten sind aber gesundheitlich auch nicht so viel besser als Zigaretten, wenngleich auch das Nikotin fehlt und die Kondensatwerte geringer sind, außerdem hab ich schon einmal Damiana geraucht und das war so eklig, dass man es nichtmal zum Abgewöhnen rauchen könnte.

Ich entschied mich also für eine E-Zigarette. Eigentlich wollte ich nach kurzer Reschersche Propylenglykol-frei dampfen, aber leider legen wohl nur wenige Hersteller Wert darauf, den einzigen vielleicht schädlichen Inhaltsstoff (Propylenglykol) durch einen garantiert unschädlichen (Glycerine) zu ersetzen, na gut, schlimmer als Tabak ists ja trotzdem auf keinen Fall.

Es sollte auf jeden Fall ein Qualitätsprodukt sein, also habe ich mir nur sehr gut bewertete E-Zigaretten angeschaut und dazu dann auch noch die Rezensionen auf Youtube geschaut.

eKaiser weiß+
Letztes Jahr gab es die Kleine wohl noch für sechs Euro, aber die Leute waren begeistert und naja, jetzt ist der Preis etwas höher, aber es scheint Eine gute zu sein und es gibt auch "Depots" in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, auch geschmischt. Da ich AmazonPrime-Kundin bin, kommt sie schon morgen bei mir an und dann gilt 0 Zigaretten, aber unbegrenzt (nikotinfreie) E-Zigarette - und ich hoffe mal, dass das die "nervösen Hände" ruhig stellen wird. ;)

Ich berichte weiter. :)

Zwischenstand nach der Haartransplantation 

Nachdem die Rötung in den Transplantationsgebieten inzwischen deutlich nachgelassen hat, hatte ich letztens erneut mit einigen Furunkeln (= entzündeter Haarbalg) zu tun, die Dinger waren ziemlich unangenehm und manche wollten ausgedrückt werden. Immer wenn die Furunkel verschwanden kamen danach einige neue Härchen und jetzt sind bis auf einen kleinen Bereich in dem immer noch ein Furunkel ist überall ein lichter Bewuchs mit dünnen Haaren festzustellen, an manchen Stellen sind auch richtige "Büschel", also Stellen wo richtig dichte Haare wachsen. Es funktioniert also, was mir eine Sorge schonmal nimmt, auch wenn das Endergebnis natürlich noch auf sich warten lässt.

Tattoo

Leider habe ich ja früher unter relativ schwerer Akne am Oberkörper gelitten. Infolgedessen und nach zwei Brustoperationen die Narben und Dehnungsstreifen verursacht haben, möchte ich dieses Jahr, wenn ich es nicht fertig kriege, zumindest schonmal mit einem ambitioniertem Tattoo-Projekt anfangen, das die Außenseite der Brüste, das Dekoltee sowie die Schultern einschließt. Motivmäßig bin ich leider noch unentschlossen, auch wenn ich schon einige Ideen hatte. Im Endeffekt ist es allerdings auch eine Frage der Umsetzung, da es ja im Gesamtbild auch stimmig aussehen soll und auch die kaputte Haut kaschieren soll.

Stimme

Nachdem ich mich ja schon lange mit der Thematik einer Stimmband-OP (Infos hier) beschäftige habe ich mich vor Kurzem endgültig entschieden eine solche Operation machen zu wollen. Das bedeutet, dass ich bei meinem nächstem Arztbesuch um eine Heilmittelverordnung 14 / Verwendungszweck ST1 bitten werde um mit der Logopädie beginnen und im weiterem Verlauf des Jahres die Stimmband-Operation beantragen zu können.

GaOP

Die Operation wird mich voraussichtlich irgendwas knapp unter 20.000 Euro kosten. Ich weiß noch nicht, wie ich an das Geld rankommen soll, weil es echt ein ganzer Batzen ist. Sicher ist aber, dass ich es irgendwie schaffen werde, weil ich bereit bin, alles Menschenmögliche zu tun um mit dieser Geschichte hier fertig zu werden. Wenn also Jemand einen Tipp für mich hat wie ich irgendwie an viel Geld komme, meine Emailadresse findet Ihr im Impressum :) Ansonsten probier ichs vllt mit Ebooks-schreiben oder werde auf weniger elegante Beschaffungsmethoden umsteigen müssen.

Ich rechne natürlich nicht damit, dass viel zusammen kommt, aber probieren möchte ich es trotzdem, also wenn Ihr möchtet, dann könnt Ihr mir hiermit auch helfen, indem Ihr mir spendet :)

oder auf diesen Link hier klickt und dann irgendwas bei Amazon kauft. Würde mir zumindest ein Bisschen helfen. Dankeschön :)

Soooooooo....

Wenns an Irgendeiner von diesen Fronten oder auch sonst irgendwie was Neues gibt, dann meld ich mich natürlich wieder ;) Ansonsten: Sorry, dass ich auf Facebook nur selten antworte, ich werde jeden Tag von einem dutzend Leute angeschrieben die ich nicht kenne und habe leider auch keine Lust dauernd zu chatten :S Trotzdem wünsche ich Euch alles Gute :)

Bis bald :)
Eure Nina <3

Sonntag, 2. November 2014

Was noch ansteht


Hallo Leute ;)

Vieles wurde schon gemacht und ich denke die erreichten Ergebnisse sprechen für sich.

Bilder aus den letzten 2 Jahren in 1 Minute

Da bei Transsexualität aber nicht gilt "der Weg ist das Ziel" sondern "das Ziel ist das Ziel" kann ich mich natürlich nicht auf dem Erreichtem ausruhen, sondern es gilt, dass was ich angefangen habe auch zu Ende zu bringen.

Was muss aus meiner Sicht also noch gemacht werden?

Definitiv: [100 %]
Fortsetzung der Haarentfernung
Narbenkorrektur an der rechten Brustwarze
Tatoowierung über die am schlimmsten von Aknenarben (Dekoltee) und Dehnungsstreifen  gezeichneten Gebiete
Geschlechtsangleichende Operation, dabei fast festgelegt auf Dr. Suporn mit anschließender Nachsorge

Wahrscheinlich: [75 %]
Fettabsaugung des leichten Doppelkinns das durch die Kiefer-OP entstanden ist, vermutlich dann mit Eigenfettinjektion ins Kinngrübchen
Stimmband-OP

Relativ wahrscheinlich: [60%]
Fettabsaugung des Bauchs, entweder mit erfolgender Eigenfettinjektion in die Hüften oder mit anschließender Gewichtszunahme (die dann aber gleichmäßig am ganzen Körper und nicht nur an der Hüfte wäre)

Möglicherweise: [40 %]
Zweite Nasen-OP zur weiteren Verschmälerung von Nasenflügeln und Nasenrücken

Unwahrscheinlich: [10 %]
Resektion der unteren Rippen


Träumerei deren Umsetzung vermutlich noch mindestens 10 Jahre Forschung benötigt aber sofort umgesetzt werden wird falls dies möglich wird:
Implantation im Labor gezüchteter östrogenproduzierender Drüsen ("Eierstöcke") um die Medikamentenabhängigkeit zu beseitigen

Träumerei die ich aufgrund der die Nutzen übersteigenden Schäden nicht umsetzen werde aber durchaus operiert werden könnte:

Fußverschmälerung

Träumerei die nicht sinnvoll operiert werden kann:

Schultern schmälern


Insgesamt stehen mir also noch 2-7 [+ evtl GaOP Nach-OP] Operationen bevor, wobei ich momentan realistischerweise von fünf ausgehe. Zwei dieser Operationen bewerte ich hierbei als (von der Belastung her) Kleinigkeit, zwei als mittelschwer und eine natürlich als extrem schwer. Außerdem stehen mir mit Sicherheit noch fünfzig bis achtzig Stunden bevor, die mein Gesicht und Oberkörper mit Nadeln maltretiert werden. Zusätzlich werde ich unter Umständen noch einmal auf lichtmethoden zurückgreifen um Haare zu entfernen die mich stören.

Die bei weitem größte Herausforderung ist jedoch die geschlechtsangleichende Operation. Da ich keine drei Jahre mehr warten möchte [sondern eigentlich morgen die OP bräuchte...] um in München von Deutschlands anscheinend bestem GaOP - Chirugen operiert zu werden und die Idee der Sigmascheide aufgrund der möglichen Darmkomplikationen, der Angst vor einem Anus Praeter und vor entstellenden Narben auf der Bauchdecke verworfen habe, bleibt als einziger Chirug der die Punkte Scheidentiefe, Lubrifikation, Ästhetik und Sensibilität allesamt erfüllen kann Dr. Suporn in Thailand. Krankenkassen zahlen jedoch nicht für Operationen im außereuropäischem Ausland und diese Operation kostet ungefähr 16.000 Euro. Ich habe bei meiner Krankenkasse dennoch Antrag auf Einzelfallentscheidung gestellt, werde einen Anwalt konsultieren sollte dieser abgelehnt werden und werde mich ansonsten nächstes Jahr damit beschäftigen wie ich irgendwie an die für diese Operation notwendigen Mittel komme. Die anderen Operationen sind für mich eigentlich nur noch Kleinkram (wenn ich die Punkte unter "definitiv" auch absolut brauche!) und wenn das mit der GaOP geregelt ist und ich mir sicher bin dass ich mit dem Ergebnis zufrieden sein kann, dann kann endlich die last von meinen Schultern fallen die es mit sich bringt, nicht zu wissen wie und wann ich es schaffe endlich mit diesem Thema hier durch zu sein.

Entschuldigt bitte Rechtschreibfehler etc, meine Tastatur ist ziemlich ramponiert, zB kann ich kein großes l mehr schreiben.^^

So jetzt wisst Ihr wie es noch weiter geht. Am Ende werden es wohl 11 oder 12 Operationen gewesen sein, Kostenfaktor (inkl. von der Krankenkasse getragene Anteile, zB Nadelepi und Stimmband-OP sowie Antidepressiva die aufgrund der aus Geldgründen verzögerten Behandlung notwendig sind) liegt dann bei circa 70.000 Euro für das Komplettpaket.

Das wärs .p
Eure Nina <3

Dienstag, 21. Oktober 2014

Tag 4 nach der Haartransplantation


Hallo Leute :)

Zeit für ein Update ;) Vor 4 Tagen hatte ich meine Haartransplantation bei Dr. Atas. Nachdem ich den Verband häufiger gewechselt habe, ermutigte mich Dr. Atas gestern, heute die Kompressen zu entfernen.

Dazu habe ich die Kompressen stark befeuchtet und konnte sie anschließend mit nur noch geringstem Widerstand aus den Transplantationsgebieten entfernen. Hier zwei Fotos:

Rechte Schläfe

Linke Schläfe aus Distanz
Im Vergleich zu dem Anblick den ich kurz nach der Operation hatte ist das schon für mich als Laien schonmal super verheilt. Auch ist die von Dr. Atas angekündigte Schwellung im Gesicht ausgeblieben, die Stirn war zwar einen Tag lang leicht aufgedunsen, aber ich habe weder "Pandaaugen" bekommen, noch hat die Schwellung sich irgendwo anders manifestiert. Ich scheine die Operation also ziemlich gut verkraftet zu haben.

Nachdem ich eben mit Dr. Atas telefoniert habe (3 Telefonate in 4 Tagen - das ist die engmaschigste Nachsorge bei allen Operationen die ich bisher hatte. TOP!) habe ich dann auch vorsichtig die Haare mit Babyshampoo waschen können.

Schmerzen habe ich keine, jedoch geht seit gestern vom Hinterkopf (= dort wo die Grafts gewonnen wurden) ein ständiger leichter Juckreiz aus der ein wenig störend ist, zumal ich diesem natürlich nciht nachgebe.

Insgesamt die bisher aufwendigste Nachsorge für eine Operation die ich hatte, dafür auch die geringsten postoperativen Beschwerden. Jetzt heißt es, weiterhin vorsichtig sein und Daumen drücken für ein gutes Ergebnis. :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Samstag, 18. Oktober 2014

Meine Haartransplantation (17.10.2014)


Hallo Menschis,

gestern hatte ich meine Haartransplantation in der Nähe von Frankfurt, transplantiert wurden ungefähr 1000 Grafts vom Hinterkopf in die Ecken der Stirn und auch ein paar Haare unterhalb der Mittelhaarlinie. Transplantiert wurden die Haare nicht nur in die Haut, sondern auch in die Narbe die durch meine Stirn-OP bei Dr. Bart entlang meiner Haarlinie entstanden ist. Wenn Alles gut verheilt habe ich also bald einen runden, u-förmigen, Haaransatz wie es als Optimum auch für XX-Frauen gilt und die Narbe verschwindet in der Unsichtbarkeit.

Nachdem ich in Köln zur Beratung zur Haartransplantation war und feststellen musste, dass ich wohl noch einige Zeit bräuchte um die Operation bezahlen zu können machte mir Taunus Aesthetics aus der Nähe von Frankfurt das Angebot, den Eingriff für einen deutlich geringeren Preis durchzuführen. Nach der Beratung letzten Monat hatte ich mich dann entschieden die Haartransplantation machen zu lassen.

Mit einem fast fabrikneuem Seat Altea den ich mir bei Sixt geliehen hatte fuhren Tobi und ich gestern also ins Taunus wo ich ungefähr acht Stunden lang behandelt wurde. Behandelnder Arzt war Dr. Atas dem von einer erfahrenen Schwester assistiert wurde. Da der Eingriff bei Lokalanästhesie erfolgt, bekam ich quasi live mit wie an mir gewerkelt wurde.

Dr. Atas
Zuerst mussten die Haare weichen. Es fielen schon sehr viele Haare vom Hinterkopf runter und ich war schon relativ verunsichert, doch als dann während der ohnehin teilweise sehr schmerzhaften Transplantatgewinnung noch weiter mit dem Rasierer hantiert wurde, war ich fast schon verzweifelt. Das mir gezeigte Bild meines Hinterkopfs nach der Transplantatgewinnung machte das eher noch schlimmer. Einige Stunden nach der OP war es aber nicht mehr so schlimm, es war einfach eine Stressreaktion in der ich auf Alles überempfindlich reagiert habe.

Genauso auch auf die Schmerzen bei der Transplantatgewinnung. Es wurden zahlreiche Spritzen mit Lokalanästhetikum verabreicht und auch wenn die Spritzen recht schmerzhaft waren, so war es an weiten Teilen des Hinterkopfes anschließend doch relativ schmerzfrei. An einer Stelle jedoch wurde es kurz vor Ende der Transplantatgewinnung noch einmal sehr viel schmerzhafter, offenbar hatte die Betäubung in einem ohnehin bereits gereiztem Areal nachgelassen und es tat wirklich sehr weh, nachdem Dr. Atas versucht hatte die Stelle noch einmal zu betäuben, was aber wiederum sehr schmerzhaft war, ließ er von der Stelle ab und wendete sich einer unempfindlicheren Stelle zu.

Insbesondere war ich auch gestresst, weil ich mich aufs Atmen konzentrieren musste, da ich meist nur ein Nasenloch und meinen halben Mund zum Atmen nutzen konnte, da man zur Transplantatgewinnung natürlich den Kopf fixieren muss. Dies bedeutet in Bauchlage also, dass das Gesicht mehr oder weniger auf die Oberfläche gepresst wird.

Nach der Transplantatgewinnung und einer kurzen Erholungspause ging es mir dann wieder besser. Ich durfte mich, was bedeutend angenehmer war, auf den Rücken legen, wodurch ich atmen und mich entspannen konnte. Dann kam die Lokalanästhesie. Die dicken Nadeln der Spritzen taten hier noch mehr weh aus auf dem Hinterkopf und leider war die Narkose gerade auf der rechten Seite wo einige Aknenarben sind und auch die Narbe von der Dr. Bart - Operation schlechter verheilt war nicht allzu effektiv, sodass es immer wieder doch relativ oft, aber nicht mehr so extrem wie an der Stelle am Hinterkopf, schmerzhaft wurde.

Ich habe allerdings auch gemerkt, dass ich die Schmerzen teilweise selbst kontrollieren konnte indem ich meine Erwartungshaltung geändert habe. Als Tipp für solche Eingriffe würde ich also sagen: Konzentriert Euch nicht auf den Schmerz, sondern konzentriert Euch darauf, dass es nicht weh tut. Dann tut es erstaunlicherweise auch viel weniger weh. Auf die Idee kam ich nachdem ich in einer Doku gesehen habe, wie Morphin das Schmerzempfinden beeinflusst. Die Erwartungshaltung hat sogar bei einem starken Opioid also mehr Einfluss auf das Schmerzempfinden als das Medikament selber!

Zur Transplantateinbringung wurde die Haut oberflächlich angeritzt und anschließend ein Loch hineingestochen. Dann galt es, die Transplantate in die genauso großen Löcher einzubringen. Nach einiger Zeit und noch einigen Narkosespritzen später schlief ich ein und wachte erst kurz vor Beendigung der OP wieder auf.

Ich war sehr erschöpft und emotional sehr aufgewühlt und als wir endlich zuhause ankamen schlief ich fast sofort ein und schlief mit nur kurzen Unterbrechungen 17 Stunden lang. Heute habe ich dann meine Haare entknotet und dabei noch eine ganze Strähne Haare wegwerfen müssen, die gestern abrasiert aber in meinen Haaren verknotet wurden war. Außerdem habe ich den Vreband weitestgehend gewechselt, aber auf den Wechsel der Kompressen in den Bereichen verzichtet in denen diese stark mit den Transplantaten verklebt waren. Nachblutungen am Hinterkopf sind nicht mehr erfolgt und auch im Stirnbereich scheint es kaum noch zu bluten. Allerdings färbt sich auch der neue Verband bereits leicht rot, vermutlich weil die alle paar Stunden applizierte Kochsalzlösung das geronnene Blut etwas verflüssigt.

Zum Ergebnis der Haartransplantation kann man frühestens in drei Monaten eine Aussage treffen, aber ich werde natürlich regelmäßig weiter berichten wenn es etwas zu berichten gibt.

Bis bald :)
Eure Nina <3

Freitag, 19. September 2014

Haartransplantation in Kelkheim (Teil 1: Beratung)


Hallo Menschis,

demnächst steht mit der sechsten Operation der nächste Schritt zur Fertigstellung meines "Projektes" an.

Hierzu habe ich mich gestern in Kelkheim nähe Frankfurt (Main) von Dr. Atas zur Haartransplantation beraten lassen. Auf der relativ langen Fahrt wurde ich nach einer Nacht mit nur 2 Stunden Schlaf erstmal von einem spontanem Sommereinbruch überrascht, der mich aufgrund des folgenden Schweißausbruchs sehr reizbar machte und meine eigentlich gute Laune doch eher wechselhaft machte.

Im Arztgespräch mit dem sehr sympathischen und aachenstämmigen Dr. Atas war ich zuerst aufgeschlossen und happy, meine Stimmung wurde dann jedoch zunehmend negativ als ich mein Gesicht in einem Vergrößerungsspiegel aus nächster Nähe betrachten musste. Natürlich sieht man Hautprobleme und Fehler aus nächster Nähe sehr viel extremer als in Wirklichkeit und so musste ich mich erstmal sammeln.

Als ich dann fälschlicherweise für zwei Minuten von Dr. Krekel in sein Büro entführt wurde und mich in seinem riesigem Spiegel betrachten konnte, ging es mir wieder gut, denn ich war wieder überzeugt, gut auszusehen. Danach ging es scherzhaft weiter und wir beschlossen eine Haartransplantation am 17.10. mit 1.000 Grafts durchzuführen. Bedenken hatte er wegen der Narbe von der Forehead Reconstruction und die hierdurch wohl verminderte Durchblutung der Stirn, er geht also davon aus, dass es nicht ganz perfekt werden kann, dennoch wird die Operation wohl nochmal eine deutliche Verbesserung bringen.

Durch die Haartransplantation wird mein Haaransatz also dann umgekehrt U-förmig sein, so wie es nunmal sein sollte. Die Nachsorge, also die Infektionsvorsorge durch Haare aus den Transplantationgebieten halten, wird wohl relativ aufwendig und insbesondere meine Optik für 2 Wochen deutlich negativ beeinflussen. Dafür wird nach 6 bzw 12 Monaten dann eine deutliche Verbesserung meiner Selbstwahrnehmung eintreten. :)

Ich berichte dann mit zahlreichen Bildern am 18.10. von der Haartransplantation. :)

Die nächsten Schritte werden demnächst erstmal das Tattoo über die Narben von den Brust-OPs und der Akne sein und anschließend werde ich versuchen die GaOP greifbar zu machen (und gleichzeitig auf Stimmband-OP hinarbeiten). Wenn ich damit fertig wäre, fehlen nur noch eine zweite Nasen-OP und eine Fettabsaugung am Bauch mit evtl. Lipotransfer auf die Hüfte und fertig ist. Ich habe demnächst also 6/10 OPs hinter mir :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Donnerstag, 8. Mai 2014

Was sich verändert hat (8 Tage nach Brust-OP)


Acht Tage nach meiner Brust-OP ist es nun Zeit für ein erstes Fazit. Nach doch relativ starken Schmerzen in den ersten Tagen nach der Operation, insbesondere war es morgens früh sehr schmerzhaft und fast unmöglich von der Rückenlage in die Aufrechte zu kommen, sind die Schmerzen nun schon so gut wie weg. Schmerzmittel konnte ich also auch schon absetzen.

Ich persönlich finde, dass ich jetzt sehr viel stimmiger aussehe. Ich fühle mich bedeutend wohler als vorher. Und bin auch selbstbewusster.

Nina Radtke nach Brustvergrößerung  08.05.2014 OP

Auch bin ich jetzt in der Wahl meiner Kleidung natürlich weniger beschränkt und habe mir daher auch jetzt ein paar neue Kleidungsstücke geordert und demnächst gehts noch Shoppen :P

Ich muss schon sagen, diese OP war die von den Fünfen die ich bislang hatte, die mir am Meisten gegeben hat. Über andere Makel kann ich jetzt schon besser hinweg sehen und ich bin endlich zuversichtlich, dass ich wenn ich mit meinen OPs fertig bin, auch zufrieden sein werde mit mir und meinem Körper.

So, das wars :P

Bis bald :)
Eure Nina <3

Sonntag, 13. April 2014

Brust - OP: Termin steht fest


Hallo Leute :)

Anfang Februar hatte ich die Operation zur Relokalisation meiner Brustwarzen. Inzwischen ist eine Wundheilungsstörung überwunden und die Narben beginnen, aufzuhellen. Nach zweieinhalb Monaten hatte ich nun heute endlich meine Beratung zur Brustvergrößerung bei ArteMedic in Düsseldorf.

Der Termin steht jetzt fest, es ist der 29.04.! Also sogar früher als erwartet :)

Nachdem ich also jetzt relativ lange auf diese Operation gewartet habe und aufgrund der zweiwöchigen Arbeitsunfähigkeit nach der Operation kaum etwas in meinem Leben ändern konnte, geht es jetzt bald endlich vorwärts. Und im Sommer kann ich dann auch das erste Mal mit Bikinioberteil schwimmen gehen.

Operiert wird nun mit anatomischen Implantaten der Größe 435ml unter dem Brustmuskel, sollte der Doc während der OP den Eindruck haben, dass es zu viel für die Haut ist, wird er auf 385ml ausweichen, wodurch sich dann aus meinem 88 AA wohl mindestens ein B - Körbchen entwickeln wird.

Ich freue mich sehr auf die Operation und hoffe, dass Alles gut läuft und ich mit dem Ergebnis dann zufrieden sein werde. Um die Narben, auch durch starke Akne am Oberkörper im Alter zwischen 17 und 21, will ich mich dann irgendwann noch mit Tretioniniontophorese oder Laser kümmern, wodurch diese zwar nicht verschwinden, aber sich verbessern können.

Meine persönliche Hoffnung ist, dass die Operation den Gesamteindruck den ich von meinem Körper gewinne wenn ich vor dem Spiegel stehe, deutlich femininer ist und mein Körpergefühl sich verbessert. Warten wir es ab. Ich berichte natürlich nach der Operation wieder, wie es gelaufen ist und wie es mir geht :)

Danke fürs Lesen :*

Eure Nina <3

Mittwoch, 5. März 2014

Postoperative Miniinfektion nach Brustwarzen - Operation


Hallo Leute :)

Zeit für ein kurzes Update. Während ich nach den anderen Operationen bislang kein Problem mit Infektionen hatte, habe ich nach der Brustwarzen - OP ein Erlebnis gehabt.

Und zwar hatte sich trotz Antibiose eine Entzündung linksseitig der linken Brustwarze, dort, wo der größte Faden saß, gebildet. Dadurch, dass der Faden das Gewebe zusammenhielt, blieb die Infektion sehr klein.

Nachdem jedoch der Faden gezogen wurde, zeigte sich nach einigen Tagen ein kreisförmiges Loch mit weißem, weichem Schorf und einem Durchmesser von ungefähr 3 Milimeter.

Nachdem mir in der Notaufnahme zuerst Panik gemacht wurde, von wegen das Gewebe sei hart, das bedeute tot und man müsste dran rumschnibbeln, wurde mir vom Chirugen am Folgetag doch nur eine zweite Antibiose mit Cefuroxim verordnet. Inzwischen ist das Loch mit normalem Schorf geschlossen und ungefähr um die Hälfte geschrumpft, alle anderen Nahtwunden sind inzwischen verheilt und es dauert noch, bis man sagen kann, wann die Narben ihr Endbild erreicht haben.

Soo, auch wenns nur eine Kleinigkeit war: Man sieht, es kann auch bei kleinen Eingriffen was passieren und ich hatte dafür einen ganzen Tag Panik. Gehört halt unter Umständen dazu, wenn man sich unters Messer legt :S

Guti^^

Dann jetzt noch eine schöne Nacht :)
Eure Nina <3

Donnerstag, 20. Februar 2014

Die Stimmband - OP


Hallo Leute :)

Heute schreibe ich mal über die Stimmband - Operation, es sollte ja klar sein, wofür diese da ist. Nach dem Stimmbruch ist dieser irreversibel, die Stimme bleibt tief. Man kann mit seiner Stimme spielen, sodass man eine tiefe weibliche Stimme erhält. Je nach den Grundvoraussetzungen jedoch, reicht Training oder Logopädie alleine nicht: Das "Brummen" bleibt vorhanden und die Stimme als eines der wichtigsten Passingmerkmale wirkt verräterisch.

Für diesen Fall sehen sogar die Krankenkassen nach erfolgloser Logopädie zur Therapie der Stimme eine Operation vor - es handelt sich hierbei also um einen der wenigen von den Krankenkassen getragenen möglichen Eingriffen.

Zur Feminisierung der Stimme gibt es zwei mögliche Eingriffe: Die Glottoplastik und die Cricothyroidopexie.

Bei der Glottoplastik werden die Stimmbänder "verkürzt", hierzu werden sie so zusammengenäht, dass eine höhere Spannung entsteht. Dadurch wird die Stimme höher. Es kann jedoch zu einer ungleichen Belastung der verschiedenen Stimmbänder kommen, wenn Fehler gemacht werden. Dadurch würde die Stimme heiser. Die Glottoplastik ist also risikobehaftet.

Bei der Cricothyroidopexie werden hingegen zwei Knorpel mittels eines Drahtes einander angenähert. Dies führt ebenfalls zu einer dauerhaft erhöhten Spannung der Stimmbänder und damit zu einer höheren Sprechstimme. Die Stimme wird hierbei nach unten begrenzt, dass bedeutet, dass die vorher möglichen tiefsten Töne nicht mehr nutzbar sind. Bei mindestens 9 von 10 Patienten ist nach der Operation eine Stimmerhöhung um 3 oder mehr Halbtöne zu verzeichnen.

Die Cricothyroidopexie wird beispielsweise am Sophien- und Hufeland-Klinikum in der Klinik für HNO - Heilkunde in Weimar und in der HNO-Klinik der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg durchgeführt.

Zur Bewilligung durch die Krankenkasse bedarf es eine vorhergehende erfolglose logopädische Behandlung.

Uuuunnd das wars :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Dienstag, 18. Februar 2014

Meine Brustwarzenkorrektur bei ArteMedic


Hallo Leute :)

Heute wollte ich Euch von meiner Brustwarzenkorrektur bei ArteMedic in Dortmund berichten. Nachdem ich ja kurz vor der Stirn - OP bei Dr. Bart bereits in der Praxis von ArteMedic in Düsseldorf war, um mich wegen meiner Brustvergrößerung beraten zu lassen, erfolgte dann vor zwei Wochen der erste Schritt:

Meine Brustwarzen waren für eine direkte und ästhetisch vernünftige Brustvergrößerung leider zu weit außen. Das hätte bedeutet, dass Implantat mit der höchsten Stelle unter der Brustwarze zu plazieren, wodurch meine Brüste dann weit nach außen stehen würden. Ein Normales Implantat wäre dabei aber auch so breit gewesen, dass man es seitlich über den Brustkorb hätte hinaus plazieren müssen. Das sähe natürlich Scheiße aus und würde eine Implantation unter dem Brustmuskel unmöglich machen. Die Alternative wäre gewesen, dass Implantat mittig einzusetzen, die Brustwarze wäre dann seitlich an der Brust abgestanden und die Brust hätte zwei höchste Punkte. Auch nicht optimal.

Das Problem bei mir war also, dass ich weit außen stehende Brustwarzen (12,5 bzw. 13 cm von der Brustkorbmitte) hatte, während mein Brustkorb seitlich aber nicht mehr viel Raum bot.

Aus diesem Grund empfahl mir mein Chirug, zunächst die Brustwarzen korrigieren zu lassen. Beide Operationen gleichzeitig wollte er nicht durchführen. Am 04.02. wurde ich also operiert.

Mitells einer Bruststraffung wurden die Brustwarzen also mitsamt Brustdrüse mittig verschoben. Dadurch werde ich feine und kaum sichtbare Narben um, aber leider auch sichtbare Narben seitlich der Brustwarzen bis zu ihrer vorherigen Position behalten.

Als ich aufwachte, war mir sehr warm. Ich warf die Heizdecke beiseite und war ziemlich fit. So gut ging es mir noch nach kaum einer Operation. Ich hatte auch keine Schmerzen, es fühlte sich eher nach Muskelkater an. Statt etwas vernünftiges zu Essen bekam ich zunächst Zwieback, dann Toastbrot und schließlich Schwarzbrot, was mich ein wenig ärgerte, denn meine Nachbarin bekam nach ihrer Brustvergrößerung Lasagne und mir verweigerte man deftiges Essen. In der Nacht begann es links, ein wenig durchzubluten. Auch bekam ich wieder leichte Schmerzen, die ich mit 600mg Ibuprofen aber gut ignorieren konnte. Morgens sah ich dann das erste Mal das Ergebnis, es sah sehr brutal aus, besonders rechts, wo ich starke Blutergüsse hatte. Nach dem Wechsel des Verbandes gegen Pflaster und einer letzten Unterweisung verließ ich die Klinik und fuhr mit der Bahn nach Hause.

Ich hatte kaum Schmerzen, es gibt aber auch jetzt immer noch einen leichten Druckschmerz, wenn ich seitlich liege und keine Decke unterlege.

Ansonsten mein Fazit nach 2 Wochen: Die Entfernung der Brustwarzen zur Brustkorbmitte wurde bei dem Eingriff auf je 8 Zentimeter reduziert. Ich muss sagen, dass ist eine deutlich positive Veränderung, die meine Minibrust auch zumindest ein wenig größer wirken lässt. Die Narben seitlich der Brustwarzen sind hingegen sehr dominant, wenn sie mal hell sind, werde ich aber damit klar kommen. Die Narben um die Brustwarzen sind schon jetzt sehr extrem zurückgegangen und auf den ersten Blick kaum noch sichtbar.


Morgen werden die Fäden gezogen und mein Arzt wird mich dann endlich wegen der eigentlichen Brustvergrößerung beraten. Im ersten Gespräch sagte er, man sollte 6 Monate warten, er ging aber auf 2 runter, nachdem ich empört "Was??" gefragt hatte. Diesen Sommer möchte ich nämlich nicht wieder so eingeschränkt sein, wie letzten. Also muss es schnell gehen :P Die Operation wird dann vermutlich Anfang April und meine vorerst Letzte sein.

Guti, das wars dann wieder für heute :)

Bis die Tage:)
Eure Nina <3

Freitag, 13. Dezember 2013

Forehead Reconstruction


Hallo Leute,

nachdem ich vor Kurzem über das Hairline Lowering geschrieben habe, wollte ich nun über eine Operation berichten, die oft mit diesem Eingriff zusammen vorgenommen wird: Die Forehead Reconstruction.

Sowohl das Hairline Lowering als auch die Forehead Reconstruction sind Operationen, die Deutschland nicht zu finden sind.

Bei der Forehead Reconstruction ist das Ziel, die Augenbrauenknochen und die Frontalen Sinusknochen in ihrer Masse zu reduzieren um so eine flache Stirn über den Augen zu erreichen. Vergleich mit Bildern von Facial Feminization:





Auf diesen vier Bildern kann man den weiblichen und den männlichen Gesichtsschädel nicht nur anhand der Kieferknochen unterscheiden, sondern auch aufgrund der Knochen der Stirn. Hierzu gibt es - je nach Dicke der Knochen - verschiedene Möglichkeiten der Behandlungen.

Allen gemein ist, dass ein Schnitt, entweder entlang der Haarlinie (meist) oder entlang der Augenbrauen (selten), vorgenommen wird, wodurch dann der Eingriff erfolgt.

Dann gibt es die verschiedenen Möglichkeiten:

Bei einem kleinen Sinusknochen mit insgesamt dicker Wand des frontalen Sinus kann es ausreichend sein, die Knochen einfach abzuschleifen. Diese Methode wird als Profilkorrektur ebenfalls in Deutschland von mindestens einer Klinik und von Dr. Griebenow angeboten. Sie kann jedoch nur für maximal zehn Prozent der Transfrauen befriedigende Ergebnisse liefern.

Bei der effektiveren Methode wird der frontale Sinusknochen hingegen entfernt. Der verbliebene Sinusknochen wird dann in Form geschliffen, sodass eine deutliche Reduktion erreicht werden kann. Anschließend wird der frontale Sinusknochen wieder eingesetzt und mit Schrauben fixiert, wobei die Köpfe der Schrauben entfernt werden um die Ästhetik zu erhalten.

Gegebenenfalls kann bei beiden Methoden noch mit Methylmethaccrylat modelliert werden um exaktere Ergebnisse zu erhalten.

Als nachfolgende Komplikation dieser Operation kann man oft davon ausgehen, dass die Stirn für bis zu 3 Monate taub ist. Ansonsten gibt es natürlich Schwellungen und Schmerzen, die sich in den ersten 2 Wochen nach der Operation sehr bessern. Aufgrund der Schwellungslokalisation kann es in dieser Zeit in seltenen Fällen auch zu verschwommener Sicht kommen. Die Narbe verläuft in der Regel entlang der Haarlinie und ist nach wenigen Monaten kaum noch zu sehen.

Sooo, das war es für heute :) Und da war von oben nach unten gehen *g* ist nächstes Mal entweder die Rhinoplastik (Nasenkorrektur) oder der Aufbau von Wangenknochen dran. Mal schauen :P

Bis bald :)

Eure Nina <3

Dienstag, 10. Dezember 2013

Meine Kieferkorrektur (Teil 1)


Hallo Leute :)

Ich war ja letzte Woche in Hamburg zur Beratung für meine Kieferkorrektur. Ich erhielt meine Beratung von Dr. Suhr am Maxillofazialikum nahe der Hamburger Innenstadt.


Nachdem ich also morgens früh um fünf Uhr die Bahn genommen und anschließend einen halben Tag Bus gefahren war, kam ich im stürmischen Hamburg an. Am Tag zuvor gab es für Hamburg eine Unwetterwarnung und sogar die Schulen waren geschlossen, doch auch am Freitag war das Wetter noch nicht viel besser. Besonders der Wind war wirklich nicht sehr angenehm, der hatte mich auch tatsächlich von Köln (wo ich vor der Lanxess Arena fast von den Beinen gehoben wurde) bis nach Hamburg verfolgt. Unterwegs habe ich, ungefähr bei Düsseldorf, sogar den ersten Schnee des Jahres gesehen. 

Als ich dann endlich aus dem Bus ausstieg sah es immer noch nicht besser aus und nachdem ich mir ein Feuerzeug gekauft hatte, musste ich mir erstmal überlegen, wie ich denn die zwei Stunden Wartezeit auf den Termin überbrücken wollte. Glücklicherweise musste ich jedoch nicht lange warten, bevor ich auf einen Kakao eingeladen wurde und Jemanden zum Reden hatte um die Zeit totzuschlagen. Nach einem kurzem Zwischenstopp bei Rossmann machte ich mich dann auf dem Weg zum Maxillofazialikum. Erstaunlicherweise verirrte ich mich kaum, war aber irritiert, dass es an Hamburger U-Bahnhöfen offensichtlich keine Ticketautomaten gibt und fand schließlich den Weg vorbei an Vapiano in die Praxis. Nach dem Röntgen...

Röntgenbild Kiefer Nina Radtke 07.12.2013 frontal

Nina Radtke 07.12.2013 Röntgenbild Kiefer Kinn seitlich

dauerte es noch eine ganze Weile, doch dann holte Dr. Suhr mich ab und er war extrem sympathisch. Auf Einzelheiten des Gesprächs gehe ich selbstverständlich nicht ein, doch das Gespräch hat mich für den Eingriff jedenfalls sehr optimistisch gemacht. Es sei ein unkomplizierter Eingriff mit fantastischen Erfolgen. 

Ziel der Operation ist für mich die Verweiblichung der Kieferwinkel, die Abrundung des Kinns, sowie die Entfernung des Kinngrübchens. Und wenn es so wird, wie ich hoffe, dann ist die Operation eindeutig ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ich werde dann natürlich mit Vorher-Nachher-Bildern wie nach der Nasen-OP im April...


den Erfolg der Operation mit euch teilen :)

Wie dem auch sei, die Operation ist für den 20.12. angesetzt und ich freue mich schon richtig richtig doll drauf :) Drückt mir die Daumen <3

Anschließend habe ich den Abend mit Artur verbracht...

Gogo Electrix Schauspieler Hamburg Artur

mit dem ich damals gemeinsam Abitur gemacht habe und der nun in Hamburg lebt. Auch wenn ich totmüde war und mich deshalb leider nicht mehr zum Feiern aufraffen konnte, wie es eigentlich geplant war, war es doch super ihn nach der langen Zeit mal wieder zu sehen :)

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück, leider war die Zeit knapp, sonst hätte ich mir noch die Weihnachtsparade angeschaut ^.^

Weihnachtsparade Hamburg 07.12.2013

Soooo, dass wars dann auch mal wieder, bis bald :) Und wie gesagt, drückt mir die Daumen und großen Zehen für die Kinn-, und Kiefer-OP :)

Eure Nina <3