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Freitag, 11. Juli 2014

Psychologische Effekte von Östrogenen


Hallo Leute :)

Heute mal ein Thema, dass ohnehin kontrovers diskutiert wird. Viele werden sagen, dass ich Schwachsinn schreibe, Andere, dass sie ähnliches beobachtet haben und wieder Andere, dass bei Ihnen was Anderes passiert ist.

Tatsachen sind nunmal, dass die Psyche nicht alleine von Sexualhormonen beeinflusst wird, zwei Leute sogut wie niemals das gleiche Hormonprofil im Bezug auf die verschiedenen Sexualhormone
(Testosteron, Progesteron, Östrogen sowie die weniger aktiven Metaboliten die dennoch die Rezeptoren besetzen)  haben und sowieso jeder Mensch aufgrund seiner Genetik anders auf Botenstoffe reagiert. Die hier dargestellten psychologischen Effekte von Östrogenen sind also subjektiv und es wird sehr viele Menschen geben, die Anderes erleben.

Dennoch ist es angesichts meines Termines bei der amtsärztlichen Psychologin/Psychiaterin ein Thema über das ich momentan wieder einmal nachdenke und das Fazit möchte ich gerne mit Euch teilen.


Dienstag, 19. November 2013

Christen und Transsexualität


Hallo Leute :)

Gestern musste ich etwas lesen, was mir sehr auf den Magen geschlagen ist. Unter dem Decknamen Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) verbreitet die Kirche mit pseudowissenschaftlichem Hintergrund ihre Ansichten über alle Arten von 'anderen' Menschen. Dies umfasst Homosexuelle wie Transsexuelle sowie jede Lebensform außerhalb der genormten Mann-und-Frau-Ehe.

Zum Ersten wird Transsexualität hier quasi als eine entartete Form von Homosexualität dargestellt und damit vor Allem auf Sex reduziert. Insbesondere wird hierbei davon ausgegangen, dass Transsexualität zum Späteren eingehen einer heterosexuellen Beziehung, beziehungsweise sehr oft auch zu promiskuitivem Verhalten führt, dabei wäre Prostitution häufig zu beobachten.

Als zweite Grundform bei Transsexualität wird Autogynophilie propagiert. Hierbei würde die körperliche Angleichung zur sexuellen Eigenstimulation dienen.

Andere Formen werden bei Mann-zu-Frau-Transsexualität nicht genannt.

Diese Thesen sind sehr auf Sexualität an sich gerichtet und ignorieren dabei, dass Gender nur wenig mit Sexualität zu tun hat. So werden wohl nur wenige TS von ihrem feminisiertem Körper erregt werden. Hingegen leide ich sehr unter den leider deutlich sichtbaren Spuren, die männliche Steroidhormone an meinem Körper hinterlassen haben. Das grade durch die Hormontherapie (insbesondere Androgenblocker wie Cyproteron und Spironolacton) der Sexualtrieb stark nachlässt, müsste bei sexuell motiviertem Wunsch nach einer Geschlechtsangleichung dazu führen, dass der Wunsch stark in Frage gestellt wird. Tatsächlich aber bin ich mir meiner Weiblichkeit bewusster denn je geworden.

Worunter ich leide ist auch nicht, Sexualität nicht so erleben zu können, wie ich es mir wünsche. Natürlich ist es belastend zu sehen, wie andere Menschen mit ihrer Sexualität glücklich sind, während ich mich dabei nie wohlfühlen konnte. Aber im Endeffekt ist Sexualität nichts, was für mich eine besondere Priorität hätte. Wenn ich vor die Wahl gestellt wäre, ob ich niemals Spaß beim Sex haben zu können, aber dafür den Körper zu haben den ich mir wünschen würde - die Entscheidung wäre klar. Mein primäres Leiden liegt nicht in Sexualität begründet, vielmehr ist es mein Körper und der Hass auf das furchtbar Männliche an ihm, sowie der Wunsch nach Feminität, der mich motiviert diesen Weg zu gehen.


Um weiter auf die Thesen des DIJG einzugehen...  tatsächlich sind sehr viele TS gleichgeschlechtlich (dass heißt Mann zu Mann, beziehungsweise Frau zu Frau) orientiert. Ich selbst betrachte mich inzwischen als bisexuell, früher als lesbisch und ehrlich gesagt ist es mir auch völlig egal welche sexuelle Orientierung ich habe, ich kann damit leben, es ist schließlich so, wie es ist. Transsexualität monokausal mit Homosexualität in Verbindung zu bringen ist meiner Meinung nach haltlos.

Vor Allem finde ich es schwachsinnig, eine Geschlechtsangleichung zu betreiben, die viel mehr gesellschaftlicher Ächtung unterliegt, um damit dann seine Homosexualität auszuleben. Dies mag vielleicht in Saudi-Arabien der Fall sein, wo Homosexualität illegal, Transsexualität aber legal ist, hierzulande ist es aber schlicht dumm. Es gibt eine große homosexuelle Szene, Schwul-, oder Lesbischsein ist relativ akzeptiert. Jedenfalls deutlich akzeptierter als Transsexualität. Mir fehlt irgendwie der Sinn in dieser Ausführung.

Es mag sicher Beides geben, Menschen, denen von ihrem starrköpfigem Umfeld beigebracht wurde, dass Homosexualität grundfalsch ist und sich deswegen in die Angleichung fliehen - und Menschen, die sich von ihrer körperlichen Wandlung sexuell erregt fühlen. Zumindest letztere differenzieren sich aber ganz klar selbst von TS und bezeichnen sich zumeist als Shemales. Zudem dürften diese Fälle wohl vergleichsweise relativ selten sein.

Ignoriert werden auch biologische Ursachen von Transsexualität. Am eindeutigsten sind diese Ursachen bei Frau-zu-Mann-Transsexuellen zu finden. 50 % der Transmänner leiden vor Ihrer Geschlechtsangleichung am sogenanntem Polyzystischem Ovarialsyndrom, was dazu führt, dass der Hormonhaushalt deutlich zum männlichem hin verschoben wird. Gehirnscans zeigen bei Transfrauen strukturelle Ähnlichkeiten zu denen von Biofrauen. Usw.

Transsexualität ist eine Krankheit, aber nicht die Psyche ist das Problem. Das Problem körperlicher, nicht psychischer Natur. Wer das verstehen will oder nicht, es ist nun einmal so. Und da können mir Menschen, die sich nicht so fühlen wie ich und nicht so denken wie ich, mir nichts Anderes erzählen.

Sooo genug geraged, mir gehts heute nicht so besonders gut, jetzt wird entspannt.

Bis bald :)
Eure Nina <3

Freitag, 28. Juni 2013

Die Penisinvaginationsmethode oder... Penile Inversion


Soo, da ich ja eh nichts Sinnvolles mehr machen kann heute... Reschersche!

Es gibt lange nicht mehr nur eine Methode für die Geschlechtsangleichende Operation. Natürlich hat auch jeder Chirug seine eigenen 'Kniffe'. Dennoch ist die bei weitem gebräuchlichste Methode die in einer Umgestaltung von männlichen in weibliche Genitalien enden soll die Penisinvagination, auch Penile Inversion genannt.

Die Penile Inversion entwickelte sich aus den Anfängen der Geschlechtsangleichenden Operationen. Hier wurde zunächst die Eichel entfernt, eine Höhle geschaffen und der Penis nach seiner Entkernung nach innen gestülpt. Von diesen Versuchen sind wir jetzt aber schon einigermaßen weit entfernt. Bei der penilen Inversion wird heutzutage auch selbstverständlich die Eichel zur Formung einer Klitoris und die Hodenhaut zur Formung von Schamlippen verwendet und die zunehmende Routine bringt inzwischen sehr viele ästhetisch einwandfreie Neovaginas hervor. Auch Frauenärzte bestätigen die 'Echtheit' der Optik die sie häufig zu sehen kriegen.

Bei den Schwellkörpern gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen: Diese können entweder genutzt oder entfernt werden.

weibliche Sexualanatomie
In der Regel entfernen sie die meisten Chirugen. Allerdings sind Schwellkörper auch in der weiblichen Anatomie vorhanden (hier Nummer 2). Bei entsprechend gekonnter Nutzung des Materials durch den Chirugen, würde ich unbedingt empfehlen die Schwellkörper zu verwenden. Die Schwellkörper nämlich sind die Basis für die Möglichkeit eines vaginalen Orgasmus. Man sollte sich natürlich hierbei nicht als Versuchskaninchen missbrauchen lassen, sondern schauen ob der Arzt auch Ahnung hat und das schon öfters mal gemacht hat.

Die Vorteile der penilen Inversion liegen also auf der Hand: Es ist eine sehr verbreitete und von vielen Chirurgen praktizierte Methode, wodurch quasi viel OP-Routine besteht und seltener grobe Fehler gemacht werden. Hierbei liegt die Rate der orgasmusfähigen Post-OP-Transfrauen schon sehr hoch, bei Frau Dr. Krege habe ich beispielsweise mal von einer Orgasmusfähigkeitsrate von mindestens 80 Prozent gelesen - man muss berücksichtigen, dass im Kopf ursächliche Blocken einen Orgasmus verhindern können. Die Rate wird also noch etwas höher liegen.

Außerdem ist bei der penilen Inversion die Heilung vergleichsweise (mit anderen Methoden) komplikationsfrei und die bei anderen Methoden intensiv benötigte Dilation (Dehnung der Scheide mittels verschieden großer medizinischer Dildos, meist zur zusätzlichen Heilung mit Salben und Estriol praktiziert) muss hier seltener und weniger lange vorgenommen werden.

Nachteilig hingegen ist bei der penilen Inversion die theoretisch schlechtere Optik durch mangelhafte Berücksichtigung der geeigneten Gewebearten - auch ein Grund, warum es gefühlsmäßig nicht komplett authentisch sein wird. Außerdem ist es mittels Peniler Inversion schwierig eine ausreichende Scheidentiefe zu erhalten, da der Penis durch die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung bereits vor der OP schrumpft und so oft relativ wenig Material zur Verfügung steht. Auch ist ein ausreichendes Feuchtwerden nur selten über die Prostata möglich.

Dennoch sind sehr viele Transfrauen hochzufrieden mit ihrem OP Ergebnis mit der Penisinvaginationsmethode. Ein geeigneter Chirug kann hiermit schon gute Arbeit leisten.

So weiter gehts demnächst ;)

Bis bald :)
Eure Nina <3