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Mittwoch, 29. Mai 2013

Gedanken zu "Die beste Applikationsform für Hormone"


Hallo Leute,

da mir heute etwas langweilig ist und ich nicht richtig auf Touren komme (liegt sicher auch an dem leider schon wieder sehr grauen und deprimierenden Wetter draußen...) gibt es wiedermal einen Beitrag zum Thema Hormone (und am Ende noch ein Bisschen zu Haarölen).

Also behandeln wir heute die Frage:

'Was ist die beste Applikationsform für Hormone?'


Verschiedene Applikationsformen für Hormone

Auf meiner Zeichnugn kann man 4 typische Produkte für verschiedene Darreichungsformen von Estradiol schematisch dargestellt sehen.

1. Hormonpflaster
2. Depotspritzen
3. Hormontabletten
4. Hormongel

Hormonpflaster

Nur alle paar Tage zu wechseln und mit einem garantiert konstantem Hormonspiegel sind Hormonpflaster wie Estradot TTS 100 eine bequeme Lösung für einen dauerhaft ausgeglichenen Hormonhaushalt. In der Regel sind die Pflaster alle 3-4 Tage zu wechseln. Durch die transdermale Applikation gibt es keinen First - Pass - Effekt. Nachteil der Pflaster ist hingegen die relativ niedrige Dosierung, sodass ein Pflaster alleine selten ausreicht. Außerdem berichten viele Nutzerinnen von einer schlechten Haltbarkeit der Pflaster auf der Haut.

Depotspritzen

Depotspritzen können individuell dosiert werden und halten daher unterschiedlich lange - in jedem Fall aber machen sie nur Sinn, wenn sie mindestens eine Woche halten. Außer dem regelmäßigem intramuskulären Spritzen muss man hier keine Gedanken an die Hormoneinnahme verschwenden. Bei Depotspritzen kommt es kurz nach der Gabe der Hormone zu sehr hohen Spiegeln. Am Ende, kurz vor der erneuten Gabe, sind die Hormonspiegel eher sehr niedrig. Das ist suboptimal, weil es zu östrogendominanzbedingten bzw hormonmangelbedingten Beschwerden führen kann. Ob dies einen positiven oder eher negativen Einfluss auf die Feminisierung hat (da es ähnlich einem Biozyklus Hochs und Tiefs gibt) ist kontrovers. Ansonsten sind auch Depotspritzen durch Umgehung des First-Pass-Effekts leberschonend und erhöhen das Thromboserisiko nicht allzu stark.

Hormontabletten

Hormontabletten wie zum Beispiel Estradiol 2 von 1 A Pharma sind natürlich recht angenehm in der Handhabung: Tabletten zu schlucken wird schnell alltäglich und stellt keine Belastung dar, wie zum Beispiel der Arztgang alle 2 Wochen zur Gabe einer Depotspritze. Da man zumindest bis zur Geschlechtsangleichenden OP in der Regel auch weitere Tabletten nehmen muss (Antiandrogene) und danach eventuell immer noch Progesteron nehmen sollte ist es auch kein Mehraufwand. Je nach Präparat muss man natürlich Besonderheiten beachten (zB Estradiolhemihydrat für optimale Wirkung mit Fett aufnehmen). Dafür kann man mit Tabletten wohl besser als mit Jedem anderen Medikament seinen Spiegel einstellen und auch gut variieren. Nachteilig hingegen ist natürlich der First-Pass-Effekt der Hormontabletten, da sie oral aufgenommen durch die erste Leberpassage verstoffwechselt werden. Daher ist bei ohnehin erhöhten Leberwerten von Tabletten abzusehen.

Hormongel

Hormongele wie Gynokadin Dosiergel mit Estradiol sind eigentlich eine gute Sache: Transdermale Applikation (kein First Pass Effekt) und flexibel mögliche Dosierung sind Vorteile der Hormongele. Weiterer Vorteil: Wie früher zum Beispiel Frauen mit dem Wunsch nach einer größeren Brust empfohlen wurde (anschließend sollten sie täglich 20mcg Ethinylestradiol einnehmen um den Erfolg beizubehalten), kann die Brustentwicklung mit regelmäßiger Applikation des Hormongels direkt auf die Brust angeregt werden. Allerdings gibt Hormongel seinen Wirkstoff recht unregelmäßig und schubweise an den Körper ab. Dies sehe ich persönlich als Nachteil. Für mich persönlich ist Hormongel allerdings für die Brustentwicklung im Einsatz.

Fazit

Sämtliche Applikationsformen haben ihre Vor-, und Nachteile. Im Endeffekt ist es eigentlich egal was man nimmt, solange die Gesundheit (erhöhtes Thromboserisiko, erhöhte Leberwerte) dies erlaubt gilt: Erlaubt ist, womit man sich wohl fühlt. Und das ist nunmal Geschmackssache.

Zusatzthema: Was ist Haaröl? dm mitgefragt zu Besuch bei Guhl

Ich interessiere mich ja für Haarpflege, da ich ja vor habe, bald richtig tolle lange Haare zu haben (Naja, bald ist so eine Sache^^). Und naja ich bin jetzt auf ein Video gestoßen, dass ich mir mal angeschaut habe. Denn was Haaröl überhaupt ist, sollte man dann ja auch wissen^^ Hier gibts das Video






Ich hab mich jetzt mal für die Guhl Tiefenaufbau & Schutz-Kur mit Monoi - Öl entschieden, weil in den Amazon Rezensionen gute Ergebnisse bei Verwendung in den Spitzen berichtet wurden. Mal schauen ob es wirklich so gut ist :)

Weitere Guhl - Produkte

Sooo jetzt hab ich wiedermal eine dreiviertel Stunde meines Lebens mit bloggen totgeschlagen :P Ich hoffe Mal, der/die Ein oder Andere hat was gelernt und sich gefreut den Artikel gelesen zu haben^^

Bis bald :)
Eure Nina <3

Kommentare:

  1. Gibt es Studien dazu, inwiefern das direkte Auftragen des Gels auf die Brust zu vermehrten Brustwachstum führt? In sich ist das ja laut Packungsbeilage bei Bio-Frauen kontrainduziert, ich vermute mal aus Angst, damit Brustkrebs zu fördern.

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    1. Studien konnte ich keine finden. Aber in meinem Endokrinologielehrbuch steht zum Beispiel bei Anisomastie (unterschiedlich große Brüste):

      "Auf die kleinere Brust wird morgens ein Estradiol-Gel und Abends ein Progesteron-Gel aufgetragen. Ein Erfolg ist nur möglich, wenn ausreichend Drüsengewebe vorhanden ist. Ansonsten ist eine plastische Operation durchzuführen, insbesondere bei Formanomalien."

      Heißt: Bei ausreichend Drüsengewebe führt das Auftragen der Gele zu einem Aufschließen der kleineren Brust zur größeren (Wachstum). Studien in solchen Bereichen sind natürlich extrem schwer zu finden.

      lg Nina <3

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  2. hallo,
    in obiger Aufstellung fehlt noch die buccale Anwendung! Diese ist mit der transdermalen Anwendung zu vergleichen.
    Ich habe schon mal in einer anderen Rubrik was dazu geschrieben:

    Hier

    Kennt von euch niemand die 'RECEPTURA Apotheke'?
    Dort gibt es (auf Rezept) wirklich gute, auf natürlicher Basis aufgebaute Hormone.

    Z.B. zu empfehlen:

    Spender mit natürlichem Hormongel (oder Creme) 1,2mg/g Estradiol zusammen mit 50 mg/g natürliches Progesteron (nach Dr. Lee)
    Oder auch getrennt usw.

    Oder natürliches Testosteron im Spender, nach Wunsch bzw. Rezept z.B pro Gramm 50 mg für Männer usw.

    Was aber hier vielleicht von grösstem Interesse sein könnte.

    Lozenges! Das sind kleine Taler, werden buccal (also in der Backentasche) verwendet. Z.B. mit 2 mg Estradiol oder o,5 mg Testosteron (Frauen). Somit erfolgt die Aufnahme zu 90% über die Mundschleimhaut! Die können auch vaginal oder anal verwendet werden.
    Die Stärke usw. kann individuell erfolgen (Rezept!)
    Damit ist ebenfalls die Leberpassage umgangen!

    Und noch ein Vorteil bei Receptura: Alle Hormone sind natürlichen Ursprungs, also aus Pflanzen (meist Yams).
    Das merkt man weil die nicht sofort so 'hammermässig' sind!

    www. receptura.de

    Schaut mal rein!

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  3. Der Apothekenhinweis ist gut,vielen Dank! Was da so alles über Hormonwirkungen geschrieben wird,auch über synthetisch,naturidentisch oder biologisch,ist wissenschaftlich keineswegs nachgewiesen,auch der Begriff östrogendominanz ist an den Haaren herbeigezogen oder besser eine Erfindung.Ist aber auch egal,jeder muß mit dem glücklich werden,was er für richtig hält. Was so gar keine Beachtung findet,ist der Preis bei den Applikationsformen und der ist erheblich. Die Ampullen kosten sehr wenig und bei den dermalen Applikationen verdienen sich die Pharmaten dumm und dämlich.Entschuldigung es heißt zwar korrekt Pharmakologen,aber Pharmaten gefällt mir jetzt besser! Von diesen Raffzähnen wird man regelrecht abgezockt,und zwar nur aus purer Gier!

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